Offener Brief an BAWAG-Boss: Mitarbeiter hellauf empört über das Verhalten Elsners

Her mit Penthouse, Schluss mit schamlosen Auftritten

Nach der medialen "Road show" des jetzt heftig umstrittenen ehemaligen BAWAG-Chefs Helmut Elsner gehen die von Existenzängsten geplagten BAWAG-Beschäftigten auf die Barrikaden. In einem offenen Brief spricht der Betriebsrat von "Empörung" über das Verhalten des Ex-Generals. Die "Strafe" der Mitarbeiter sei "Missachtung". Im folgenden der Brief im Wortlaut:

"Herr Elsner!

Sie finden kein Wort der Entschuldigung, kein Wort des Dankes an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Bank. Kein Wort zu unseren Kundinnen und Kunden, die uns auch in dieser schwierigen Zeit die Treue gehalten haben. Stattdessen bieten Sie uns eine beispiellose Inszenierung Ihres Selbstmitleids.

Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen möchten wir Ihnen unsere Empörung über Ihr Verhalten zum Ausdruck bringen!

Die Kolleginnen und Kollegen sind in den letzten Wochen buchstäblich durchs Feuer gegangen und versuchen jetzt unter schwierigsten Bedingungen den guten Ruf unserer Bank - den neben anderen Sie zerstört haben - wiederherzustellen.

Wir alle müssen mit der persönlichen Enttäuschung klar kommen, dass unsere Bank durch verantwortungsloses Management schweren Schaden genommen hat. Ihre öffentlichen Äußerungen sind in dieser Situation eine klare Verhöhnung aller Kolleginnen und Kollegen.

Anstelle endlich ein Zeichen der Verantwortung zu setzen und z.B. Ihr Penthouse in der Tuchlauben freiwillig zurückzugeben, belästigen Sie uns mit Ihren schamlosen Medienauftritten.

Unsere Strafe für Sie ist unsere Missachtung, das ist mehr als jedes Gerichtsverfahren jemals ausdrücken kann.

Der BAWAG P.S.K.- Betriebsrat im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

Unterschrieben haben alle BAWAG-P.S-K.-Betriebsräte. (apa)