ÖVV-Herren haben Edelmetall im Visier: Heute startet die Beach-Volleyball-EM

Je 24 Teams spielen im Double-Elimination-Modus PLUS: Die wichtigsten Zahlen und Fakten im Überblick

ÖVV-Herren haben Edelmetall im Visier: Heute startet die Beach-Volleyball-EM

Österreich ist bei den heute beginnenden Beach-Volleyball-Europameisterschaften in Valencia mit je drei Teams bei Damen und Herren vertreten. Am ehesten ist den WM-Neunten Clemens Doppler/Peter Gartmayer und den zuletzt in Finnland World-Tour-Dritten Florian Gosch/Alexander Horst zuzutrauen, dass der EM-Titel von Berger/Doppler 2003 in Alanya nicht die einzige Medaille Österreichs bei einem internationalen Großereignis bleibt.

Daneben wollen Sara Montagnolli/Sabine Swoboda, die Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger sowie Christina Gschweidl/Barbara Hansel im Damen-Bewerb des mit insgesamt 200.000 Euro dotierten Turniers am Playa de la Malvarossa reüssieren. Die Routiniers Nik Berger und Robert Nowotny, die sich heuer nur noch auf die europäische CEV-Tour beschränkt haben, vervollständigen das Herren-Trio.

Gosch/Horst gehen mit einer Wildcard ausgestattet und nach ihrem dritten Rang voller Selbstvertrauen in ihre erste EM. "Wir spielen seit Wochen in Hochform, wir haben in Aland gesehen, dass wir gegen jedes europäische Team gewinnen können", betonte der Steirer Gosch. "Es gibt einen großen Medaillen-Anwärterkreis, da zählen wir uns dazu. Man muss aber die Auslosung abwarten, da wir wegen der Wildcard weit hinten gesetzt sind", so der 27-Jährige.

Österreichs-Nummer-1-Team Doppler/Gartmayer, im Jahr 2001 in Jesolo schon einmal Vierter bei einer EM, geht ebenfalls auf Medaillenjagd. "Ziel ist es, am Sonntag (Semifinali, Endspiel) noch dabei zu sein. Valencia ist ein gutes Pflaster für uns, zudem konnten wir uns mit den Vize-Weltmeistern Barsouk/Kolodinsky (RUS) ideal vorbereiten. Wir sind nach dem 5. Platz von Aland motivierter denn je", meinte der Oberösterreicher Clemens Doppler, der mit seinem Wiener Partner in der Vorwoche sein bestes Karriereresultat auf der World-Tour erreicht hatte.

Das Damen-Duo Montagnolli/Swoboda zeigte bei den FIVB-Grand-Slam-Turnieren in Paris (5.) und Berlin (9.) Mitte der Saison Topleistungen. Sowohl beim Heimturnier in Klagenfurt als auch bei den zwei Turnieren in Skandinavien (17./13.) lief es für die EM-Siebenten des Vorjahres ergebnismäßig aber nicht ganz nach Wunsch. Die Schwaiger-Schwestern, mit viermal Rang neun auf der World-Tour ebenfalls in der erweiterten Weltspitze angelangt, haben heuer schon auf europäischer Ebene mit Rang drei in Luzern aufgezeigt, Montagnolli/Swoboda waren dort sogar Zweite geworden.

"Wir haben bei unserem letzten CEV-Turnier in Luzern super gespielt , das wollen wir wiederholen. Unserer Form ist derzeit sehr gut", betonte Montagnolli am Dienstagabend nach der Ankunft in Spanien. "Die Top Ten sind unser Ziel, den siebenten Platz aus dem Vorjahr zu toppen wäre schon genial", so die bestens gelaunte Tirolerin weiter.

Je 24 Teams spielen in Valencia im Double-Elimination-Modus (Ausscheiden bei zweiter Niederlage) um Edelmetall. Titelverteidiger sind Julius Brink/Christoph Dieckmann aus Deutschland bzw. die Russinnen Natalja Urjadowa/Alexandra Schirjajewa. Die Damen starten heute, das Finale steigt am Samstag, die Herren beginnen und finalisieren je einen Tag später. (apa)