ÖVP-Klub ging in Brüssel in Klausur:
Demonstrative Einigkeit vor der EU-Wahl

Ernst Strasser: "EU-Wahl wird kein Spaziergang" ÖVP will wieder stärkste Kraft bei Wahlen werden

ÖVP-Klub ging in Brüssel in Klausur:
Demonstrative Einigkeit vor der EU-Wahl © Bild: APA/Pfarrhofer

Mit einer in Brüssel abgehaltenen Klubklausur stimmt sich die ÖVP auf die EU-Wahl ein. Dass diese "kein Spaziergang" wird, das steht für Spitzenkandidat Ernst Strasser fest. Es gehe darum, bei der bundesweiten Wahl die ÖVP Anfang Juni wieder zur stärksten Kraft zu machen. Die Ausgangsposition sei nicht so einfach, laut Umfragen liege man "zwei bis drei Prozent hinten", so Strasser.

Der ehemalige Innenminister machte auch klar, dass er auch Delegationsleiter der ÖVP-Europaabgeordneten werden wolle. Den amtierenden Delegationsleiter, Karas, scheint das wenig zu stören. 'Wir berauben uns nicht der Kraft, die wir haben. Die Vielfalt ist die Stärke der ÖVP". Dies werde auch mit Strasser gelingen, so Karas, der selbst dessen Posten wollte und nun auf Platz zwei der ÖVP-Liste steht.

Der ÖVP gehe es darum, sich für die nächsten zehn bis 15 Jahre aufzustellen. "Die Krise wird stärker, damit wird Europa wichtiger". Die ÖVP sei und bleibe jedenfalls die einzige Kraft in Österreich, die sich immer klar zu Europa bekannt habe. Jedenfalls brauche man ein neues europäisches Wirtschaftsmodell, das auf sozialer Marktwirtschaft aufbaue und mit ökosozialer Marktwirtschaft angereichert werde. Auch die Frage der Migration und Sicherheit sei wichtig.

Die anderen Parteien für die EU-Wahl kommen bei Strasser schlecht weg. Bei der SPÖ stehe jemand an der Spitze, "der in Wirklichkeit eine andere Linie hat als seine Partei". Bei der FPÖ gebe es mit Andreas Mölzer den "faulsten Abgeordneten". Was den wahrscheinlichen BZÖ-Kandidaten Stadler betrifft, handle es sich offenbar um einen "Freudschen Versprecher, dass ich die zwei immer verwechsle". Bei den Grünen wiederum habe man gerade den "profilierten EU-Mann rausgeschossen" und dann gebe es noch die "Melange mit Martin und Libertas".

(apa/red)