ÖVP ist uneins über 'Homo-Eheschließung':
Pröll und Platter geraten sich in die Haare

Josef Pröll sagt ja. Für Platter nicht vorstellbar Grünen-Spott: 'Spindelegger und Pröll vor Scheidung'

In der ÖVP geht es in Sachen Homo-Partnerschaft weiter rund. Nach dem Zweiten Nationalratspräsidenten Spindelegger hat sich nun auch Innenminister Platter gegen eine Zeremonie am Standesamt ausgesprochen, wie sie davor Vizeparteichef Pröll befürwortet hatte. Spott über die ÖVP-internen Differenzen in dieser Causa kam von den Grünen.

"Diese Causa fällt in meine Zuständigkeit als Innenminister, das wird mein Freund Sepp Pröll zur Kenntnis nehmen müssen", zitierte die "Tiroler Tageszeitung" Platter. Für den Minister ist das Schließen einer Partnerschaft vor dem Standesamt "nicht vorstellbar".

Grüne spotten
Die Grünen nehmen die ÖVP-internen Differenzen um die Homo- Partnerschaft zum Anlass für Spott: "Stehen Josef Pröll und Michael Spindelegger vor der Scheidung?", fragte sich etwa Ulrike Lunacek, "Sprecherin der Grünen für Lesben, Schwule und Transgenders". Angesichts derartiger Auffassungsunterschiede müsse man schon von Zerrüttung und unüberbrückbaren Differenzen zwischen den beiden ÖVP- Männern sprechen, konstatiert Lunacek.

Der Zweite Nationalratspräsident Spindelegger hatte sich strikt gegen eine Partnerschaft von Homosexuellen ausgesprochen. Parteivize Pröll hatte dies befürwortet.

(apa/red)