ÖVP-Chef im NEWS-Interview: Vizekanzler Molterer hofft auf Neustart der Koalition

Saftiges Lob für Klubchef und Ex-Kanzler Schüssel Ernste Mahnung Richtung Regierungspartner SPÖ

ÖVP-Chef im NEWS-Interview: Vizekanzler Molterer hofft auf Neustart der Koalition

ÖVP-Chef Vizekanzler Wilhelm Molterer hofft auf einen "Neustart" der Großen Koalition, spätestens bei der sommerlichen Regierungsklausur kommende Woche, nachdem nun die Untersuchungsausschüsse zu Eurofightern und Banken zu Ende sind. In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklärt Molterer: "Während der Ausschüsse wurde sehr viel negative Energie freigesetzt, sehr viel Kapazität gebunden. Ich hoffe, dass jetzt der Blick freier wird. Jetzt geht es darum, das Gemeinsame der Koalitionsregierung stärker herauszuarbeiten, Ergebnisse zu liefern."

Von Regierungspartner SPÖ erwartet sich Molterer einen neuen Stil in der Koalitionsarbeit: "Mehr Professionalität beim Regieren, weg mit negativen Emotionen, wieder mehr Sachlichkeit. Man hat die ÖVP als gleichberechtigten Partner auf Augenhöhe zu respektieren. Wer meint, uns unterschätzen zu können, wird sich täuschen. Wir tanzen nur nach unseren eigenen Noten!"

Bemerkenswert, wie Vizekanzler Molterer Bundeskanzler a.D. Wolfgang Schüssel zudem stark in Front bringt: "Gerade die letzten Tage zeigten, wie entscheidend die perfekte Kooperation mit Schüssel in der parlamentarischen Diskussion ist. Damit haben wir vieles flott gemacht, etliche SPÖ-Blockaden aufgehoben, etwa die Beendigung der Ausschüsse. Das hat Schüssel hervorragend gemacht, er stimmt jeden Schritt mit mir ab." Schüssel werde künftig stärker in der Öffentlichkeit auftreten, und, so Molterer: "Ich hoffe und gehe davon aus, dass Schüssel der Innenpolitik die ganze Legislaturperiode über erhalten bleibt. Die Koalition ist auch sein Projekt." Dass Schüssel nach wie vor für spektakuläre EU-Positionen in Brüssel gehandelt wird, und der Kanzler a.D. ihm deswegen schon vorzeitig, etwa 2009, abhanden kommen könnte, beantwortet der Vizekanzler so: "Dass er in Europa, in der EU einen Namen hat, keine Frage. Aber ich weiß, dass ich mich auf ihn verlassen kann!"

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