ÖSV-Alpinchef Pum zufrieden: ÖSV-Team erreichte die selbst gesteckten Ziele in Aare

9x Edelmetall, 3x Gold: Sieg in Medaillenwertung Zufriedener Pum: "Das ist eine Prestigesache"

Nach dem medialen Druck der vergangenen Tage - nach den schlechten Leistungen der ÖSV-Herren in Abfahrt und Riesentorlauf - habe er einen großen Zusammenhalt unter Athleten und Trainern gespürt. "Sie haben sich nicht rausbringen lassen, sonst wären die Erfolge in den letzten Tagen hier nicht möglich gewesen." Am Samstag hatte Mario Matt mit einer sensationellen Leistung den Slalom-Titel gewonnen, am Sonntag holten Renate Götschl, Michaela Kirchgasser, Marlies Schild, Mario Matt, Benjamin Raich und Fritz Strobl Team-Gold. Für Kirchgasser, Schild und Strobl sind es die ersten Weltmeistertitel.

Teamfähigkeit und Leistungswille waren im Mannschaftsbewerb zu sehen und zu spüren gewesen. "Sie haben alle zusammen gehalten und ihre Leistung gezeigt, alle waren stark und schnell", sagte Pum. "Das hat mich sehr gefreut. Manche sollen sich in Zukunft überlegen, dass sie erst zu schießen beginnen, wenn das Spiel zu Ende ist", konnte sich auch der Alpindirektor eine Medien-Schelte nicht verkneifen, wie sie bereits am Samstag ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel losgelassen hatte.

Mit Blick auf die Ehrentafel meinte Pum: "Die Favoriten haben nicht viel gewonnen hier. Es war eine WM der Außenseiter. Es waren teilweise irrsinnig schwierige Bedingungen mit dem Licht und der Piste, das haben wir in jedem Bewerb gesehen." Nach Saisonende werde es wie jedes Jahr im ÖSV-Alpinbereich Analysen und eventuelle Änderungen geben. "Das machen wir immer so und das machen wir jetzt sicher nicht auf Druck der Medien", wollte er noch fest gehalten wissen.

(apa/red)