ÖSV-Adler gewinnen Auftakt zu Team-Tour:
Knapper Sieg mit 1,7 Punkten vor Norwegen

Weltcup-Spitzenreiter Schlierenzauer war nicht dabei Debüt von Eggenhofer "mit Bravour gemeistert"

ÖSV-Adler gewinnen Auftakt zu Team-Tour:
Knapper Sieg mit 1,7 Punkten vor Norwegen © Bild: APA/DPA/Dedert

Österreichs Skispringer haben ihre Vormachtstellung in der heurigen Weltcup-Saison auch am Samstag in Willingen unter Beweis gestellt. Die ohne dem Weltcup-Führenden Gregor Schlierenzauer und Martin Koch angetretene ÖSV-Truppe (902,9 Punkte) setzte sich zum Auftakt der neu geschaffenen Team-Tour in der Besetzung Thomas Morgenstern, Markus Eggenhofer, Andreas Kofler und Tournee-Sieger Wolfgang Loitzl hauchdünn vor Norwegen (901,2) und klar vor Kuusamo-Sieger Finnland (793,2) durch.

Die Österreicher waren vor 20.000 Zuschauern nach sechs von acht Serien in Führung gelegen, nur nach dem ersten Sprung (hinter Finnland) und zur Halbzeit (5,9 Punkte hinter Norwegen) hatte man kurzzeitig den ersten Platz abgeben müssen. "Die Leistung und der Sieg sind höher einzuschätzen, da wir von den Bedingungen nicht begünstigt waren", zog ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner ein positives Resümee. Erfolgsgarant auf der Mühlenkopfschanze war vor allem Weltcup-Gesamtsieger Morgenstern, der als einziger Springer im gesamten Feld zweimal (140/143,5) die 140-m-Marke überquerte. "Beim Morgi sieht man, dass er immer besser und sicherer wird", sagte Pointner.

Einzel-Qualifikations-Sieger Markus Eggenhofer (132/122) zeigte bei seinem Premieren-Auftritt mit der österreichischen Mannschaft keine Nerven und das trotz zweimaliger schwerer Wetterbedingungen. "Er hat erstmals Verantwortung übernommen und sein Debüt mit Bravour gemeistert", meinte ein zufriedener Pointner.

Loitzl (125,5/122), der vor dem Bewerb nachträglich einen Subaru Forrester für seinen Tournee-Gesamtsieg überreicht bekommen hatte und zum Abschluss genauso weit wie der Norweger Anders Jacobsen sprang und damit den knappen Sieg fixierte, bot eine solide Leistung. "Es waren nicht seine besten Sprünge, aber sie waren sehr solide", analysierte Pointner. Nicht ganz zufrieden war der ÖSV-Trainer mit Andreas Kofler (131/114,5), der nach einer Wettkampfpause erstmals wieder zum Einsatz gekommen war. "Er hat mehr drauf, wird nicht zufrieden sein", sagte Pointner.

Beim ersten Teambewerb der Saison hatte sich noch Finnland Ende November vor Österreich (Morgenstern, Schlierenzauer, Koch, Loitzl) durchgesetzt. In der Nationenwertung bauten die Österreicher (4.616 Punkte) ihre klare Führung weiter aus, liegen vor Finnland (2.324) und Norwegen (1.963) voran. (apa/red)