ÖSV will 8 Medaillen in Aare gewinnen: Kontingent für Aufstellung voll ausgeschöpft

10 Damen und 16 Herren für Ski-WM nominiert Alpin-Herren bisher 19 Podestplätze von 24 Rennen

ÖSV will 8 Medaillen in Aare gewinnen: Kontingent für Aufstellung voll ausgeschöpft

10 Damen und 16 Herren hat der Österreichische Skiverband für die 39. Alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Aare (3.-18.2.) nominiert und das Kontingent voll ausgeschöpft, Überraschungen blieben dabei aus. "Wenn ich mir die bisherigen Ergebnisse und die Bewerbe anschaue, dann muss ich sagen, sind wir in allen Disziplinen gut aufgestellt", kommentierte Alpinchef Hans Pum die Zusammensetzung des Kaders. Die ÖSV-Zielsetzung liegt bei acht Medaillen.

Damen-Cheftrainer Herbert Mandl hatte sich am vergangenen Wochenende 10 Athletinnen für Aare gewünscht, Herren-Boss Toni Giger durfte 14 Sportler plus die Titelverteidiger Benjamin Raich (Slalom, Kombination) und Hermann Maier (Riesentorlauf) nach Schweden mitnehmen. Vor zwei Jahren umfasste die ÖSV-Mannschaft 25 Aktive, die Nominierung von 26 Sportlern wäre möglich gewesen. Die Quote betrug 13 Herren und 12 Damen.

Die rot-weiß-roten Alpin-Herren haben es in diesem Winter in bisher 24 Weltcup-Rennen auf 19 Podestplätze gebracht (6/6/7), in erst einer WM-Disziplin sind die Tickets fix vergeben. In Super G und Abfahrt gibt es ÖSV-interne Qualifikationen, RTL- und Kombi-Truppe sind ebenfalls noch nicht fixiert. Nur im Slalom hat das Quintett mit Titelverteidiger und Schladming-Sieger Benjamin Raich, Mario Matt, Manfred Pranger, Rainer Schönfelder und Reinfried Herbst schon ein eindeutig erkennbares Gesicht.

Durchschaubarer ist die Situation bei den Damen, die in ebensovielen Bewerben wie die Herren 15 Siege, 11 zweite und 10 dritte Plätze eingefahren haben (36 Stockerlplätze). Marlies Schild, Nicole Hosp, Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser stehen als Fixstarterinnen in Slalom, Riesentorlauf und Super-Kombination praktisch fest.

An Speed-Queen Renate Götschl, Hosp und die zuletzt so starke Christine Sponring (zweimal Dritte in San Sicario) führt im Super G kein Weg vorbei. In der Abfahrt ist die im Gesamt-, Abfahrt- und Super-G-Weltcup führende Götschl gesetzt. Alexandra Meissnitzer, Andrea Fischbacher, Elisabeth Görgl und Maria Holaus kämpfen um die restlichen Plätze in den Speedbewerben.

Der ÖSV hatte am 15. Jänner 15 Damen und 21 Herren für den erweiterten WM-Kader nominiert, der Reduzierung zum Opfer fielen Silvia Berger, Ingrid Rumpfhuber, Kathrin Wilhelm, Katja Wirth und Daniela Zeiser sowie Kurt Engl, Norbert Holzknecht, Alexander Koll, Matthias Lanzinger und Andreas Omminger.

"Ein Lanzinger, eine Berger, eine Wilhelm, die aber nicht ganz fit ist, wären sicher auch noch eine Möglichkeit gewesen, aber alle sind sich nicht ausgegangen", sagte Pum, der über Trondheim nach Aare anreiste und auch bereits zur Schar jener zählt, der die Handy-Anrufer mit dem Fritz-Strobl-Song "Ich bin der Mozart der Mausefalle" begrüßt.

Acht Medaillen, faire Bedingungen und keine Verletzungen sind die Zielsetzung des stärksten Skiteams der Welt. "Es darf sich keiner erwarten, dass sich so ein Jahrhundertereignis wiederholt wie voriges Jahr bei den Olympischen Spielen", will Pum bemerkt haben. Österreich ÖSV-Alpin-Team kehrte aus Turin mit vier Gold- und je fünf Silber- und Bronze-Medaillen nach Hause.

Bei den bisher letzten Weltmeisterschaften 2005 in Bormio und Santa Caterina wurden 11 Medaillen für Österreich gewonnen, 3 in Gold, 4 in Silber und 4 in Bronze. Die Damen reisten dabei mit nur zwei dritten Plätzen und dem Anteil an der Team-Silbernen aus Italien ab. Vor Aare 2007 stehen die Vorzeichen ein bisschen anders.

(apa/red)