Österreichs Luftraum wird gesperrt:
Auch das Bundesheer bleibt am Boden

Sperre des Luftraums gilt auch für Eurofighter PLUS: Rettungshubschrauber sind nicht betroffen

Österreichs Luftraum wird gesperrt:
Auch das Bundesheer bleibt am Boden © Bild: APA/RIEGER/BMLVS

Die Sperre des österreichischen Luftraums gilt auch für das Bundesheer. Wenn die Vulkanaschewolke den heimischen Luftraum passiert, werden alle militärischen Flugbewegungen eingestellt. Eine mögliche Ausnahme könnte höchstens im Einsatzfall für Hubschrauber-Tiefflüge unter Sichtbedingungen gemacht werden. Flüge mit Rettungshubschraubern durfen problemlos durchgeführt werden.

"Die Gesetze der Physik könnten auch die Eurfighter nicht beugen", so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Wegen der Gefahr für die Triebwerke werde man daher voraussichtlich ab 19.00 Uhr nördlich des Alpenhauptkamms, ab 20.00 Uhr im gesamten Luftraum nicht mehr fliegen. Einen großen Unterschied zum Normalprogramm dürfte dies nicht ausmachen, denn freitagabends hielten sich die Militärflüge auch sonst in Grenzen, ließ man im Ministerium durchblicken.

Sorgen um abzufangende Eindringlinge in Österreichs Luftraum braucht man sich nicht zu machen, ist man beim Heer überzeugt. "Wenn wir nicht fliegen, kann wer anderer auch nicht fliegen", so der Sprecher.

Rettungshubschrauber nicht betroffen
Die Sorge, dass durch die Sperre des heimischen Luftraums auch Rettungsflüge mit Hubschraubern nicht durchgeführt werden können, ist unbegründet. Diese dürften problemlos durchgeführt werden, meinte Austro Control-Sprecher Markus Pohanka.

"Es gilt, die genauen Beschränkungen abzuwarten", so ein Sprecher der ÖAMTC-Rettungshubschrauber. Völlig richtig lag man aber bereits vor der Bestätigung mit der Einschätzung, dass Sichtflüge in niedriger Höhe von der Maßnahme nicht betroffen sind. Um sich abzusichern, stünde man mit dem Triebwerkshersteller in Kontakt.

Ein Startverbot an den 16 Stützpunkten der ÖAMTC-Rettungshubschrauber hätte nicht unerhebliche Auswirkungen gehabt: Im Vorjahr wurden pro Tag 38 Christophorus-Einsätze absolviert. Auch das Innenministerium kann dringend notwendige Flüge problemlos durchführen: Die Staffel verfügt nur über Helikopter und kleine Flächenflugzeuge, die auch bei niedrigen Höhen verkehren können.

(apa/red)