Österreichs Exporte brechen massiv ein:
Ausfuhren sanken im Jänner um 25,2 %

Einfuhren nach Österreich gingen um 17,7 % zurück Statistik Austria rechnet mit einem 'harten Jahr' 2009

Österreichs Exporte brechen massiv ein:
Ausfuhren sanken im Jänner um 25,2 % © Bild: Reuters

Die globale Wirtschaftskrise schlägt voll auf Österreichs Außenhandel durch. Laut Statistik Austria sind die Exporte im Jänner nach vorläufigen Zahlen im Vergleich zum Vorjahreswert um 25,2 Prozent auf 7,23 Mrd. Euro eingebrochen. Die Einfuhren nach Österreich gingen um 17,7 Prozent auf 7,76 Mrd. Euro zurück. Die Handelsbilanz weist damit im Jänner einen Einfuhrüberschuss von 0,53 Mrd. Euro auf.

Aus den EU-Mitgliedstaaten bezog Österreich im Berichtszeitraum Waren im Wert von 5,68 Mrd. Euro, das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent. Der Wert der in diese Länder versandten Waren betrug 5,29 Mrd. Euro, das ist um 25,2 Prozent weniger als im Jänner 2008. Das Passivum der Handelsbilanz mit der EU belief sich auf 0,39 Mrd. Euro.

Der Außenhandel mit Drittstaaten fiel im Vergleich zum Jänner 2008 sowohl bei den Importen mit 2,08 Mrd. Euro bzw. um 19,4 Prozent als auch bei den Exporten mit 1,94 Mrd. Euro bzw. um 25,2 Prozent niedriger aus. Das Passivum der Handelsbilanz mit Drittländern betrug 0,14 Mrd. Euro.

2009 werde "hartes Exportjahr"
Im Jahr 2008 waren die heimischen Exporte nach vorläufigen Daten der Statistik Austria im Vergleich zu 2007 noch um 2,3 Prozent auf 117,3 Mrd. Euro gestiegen. Zugleich stiegen die Importe um 4,3 Prozent auf 119,1 Mrd. Euro. Dadurch ergab sich ein Handelsbilanzpassivum vom 1,8 Mrd. Euro - nach einem Überschuss von 0,4 Mrd. Euro 2007. Gegen Jahresende gingen die Exporte aber im Jahresvergleich zurück - im Oktober um 4,3 Prozent, im November um 14,3 Prozent, im Dezember um neun Prozent.

2009 werde ein "hartes Exportjahr", sagte Wirtschaftskammer-Präsident Leitl zuletzt, ohne sich auf genaue Prognosen einzulassen. Ziel sei es, "besser abzuschneiden als andere vergleichbare Länder". Er hoffe, dass "im zweiten Halbjahr eine Trendwende sichtbar" werde, so Leitl.
(apa/red)