Österreichs Asse in Wimbledon: Lösbare Aufgaben für Bammer und Melzer in Runde 1

Peya gleich zum Auftakt gegen Halle-Sieger Haas Köllerer gegen Bolelli und Betrugs-Vorwürfe

Österreichs Asse in Wimbledon: Lösbare Aufgaben für Bammer und Melzer in Runde 1 © Bild: APA/EPA

Lösbare Aufgaben sind Österreichs Tennis-Assen Jürgen Melzer und Sybille Bammer beim Grand-Slam-Turnier von Wimbledon zugelost worden. Melzer, an 26. Stelle gesetzt, trifft auf den ungesetzten US-Amerikaner Wayne Odesnik, Bammer (29) bekommt es mit Odesniks Landsfrau, der Weltranglisten-124., Melanie Oudin zu tun.

Im Head-to-Head liegt Odesnik gegen Melzer allerdings mit 1:0 in Führung, die Nummer 116 der Weltrangliste setzte sich im Achtelfinale des Turniers von Houston im April mit 6:4,6:0 durch. Auch Bammer liegt gegen Oudin mit 0:1 im Rückstand, die Oberösterreicherin unterlag 2008 in Quebec mit 4:6,6:3,5:7.

Schweres Los
Alexander Peya erwischte mit dem Deutschen Thomas Haas (24), der in der vergangenen Woche auf Rasen in Halle triumphierte, ein denkbar schweres Los. Stefan Koubek bekommt es bei seinem letzten "protected ranking"-Einsatz mit dem Franzosen Edouard Roger-Vasselin (ATP 182) zu tun, und Daniel Köllerer spielt gegen den Italiener Simone Bolelli (62).

Bei den Damen duelliert sich Tamira Paszek mit der Französin Virginie Razzano, die an 26. Stelle gesetzt ist. Die dritte ÖTV-Spielerin im Bewerb, Patricia Mayr, nimmt es mit der Britin Anne Keothavong auf, die in der vergangenen Woche in Eastbourne Bammer mit 3:6,2:6 unterlegen war.

Verdacht auf Wettbetrug
Köllerer ist unterdessen durch Medienberichte aus England ins schiefe Licht gerückt worden. Wie diverse englische Tageszeitungen berichteten, soll der Oberösterreicher von der Profivereinigung ATP wegen des Verdachts auf Wettbetrug genauer unter die Lupe genommen werden. Erst am vergangenen Montag seien bei der Erstrundenniederlage von Köllerer in Hertogenbosch bei den Buchmachern die Alarmglocken geschrillt.

Laut der Tageszeitung "The Times" habe das 3:6,2:6 gegen Oscar Hernandez für Wirbel gesorgt. Nach "auffälligen" Finanzströmen auf einen Sieg des Spaniers sei die Wette bei mehreren Wettanbietern aus dem Programm genommen worden. "Wir können nicht andeuten, dass dahinter Betrug steht. Aber wir hatten keine andere Wahl, als die Wette im Hinblick auf unsere Finanzen zurückzuziehen", meinte ein Sprecher des Wett-Anbieters "William Hill". Ein Sprecher des Online-Anbieters "Stan James" meinte gegenüber dem Boulevardblatt "The Sun" sogar, die Wimbledon-Partien Köllerers aufgrund dessen Vergangenheit "mit Vorsicht" zu betrachten.

Köllerer, der in der Vergangenheit wegen seines schlechten Benehmens auf dem Platz als "Crazy Dani" für Aufsehen gesorgt hatte, wie auch sein Management wiesen die Anschuldigungen am Freitag vehement zurück. "Für mich ist das kein Thema. Mit dem setze ich mich nicht einmal auseinander", erklärte der 25-Jährige. Sein Manager Manfred Nareyka wollte die Anschuldigungen nicht so auf sich sitzen lassen. "Wir distanzieren uns von diesen Gerüchten. Es gibt in keinster Weise einen offiziellen Hinweis auf uns. Weder von der ATP, noch von der ITF ist bisher jemand mit uns in Kontakt getreten", meinte Nareyka.

(apa/red)