Österreichischer Finalist beim Deutschen Buchpreis: Doron Rabinovici auf Shortlist

Kämpft mit "Anderorts" gegen fünf Konkurrenten Michael Köhlmeier bereits vor Finale aus dem Rennen

Österreichischer Finalist beim Deutschen Buchpreis: Doron Rabinovici auf Shortlist © Bild: APA/Hochmuth

Der Österreicher Doron Rabinovici zählt mit seinem Roman "Andernorts" (Suhrkamp) zu den sechs Finalisten, die darauf hoffen dürfen, am 4. Oktober im Kaisersaal des Frankfurter Römers den Deutschen Buchpreis 2010 entgegenzunehmen. Neben Rabinovici war Michael Köhlmeier ("Madalyn") als zweiter Österreicher auf der Longlist, ist nun aber nicht mehr im Rennen.

Auf die Shortlist haben es außerdem geschafft: Jan Faktor ("Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag"), Thomas Lehr ("September. Fata Morgana"), Melinda Nadj Abonji ("Tauben fliegen auf", erschienen im österreichischen Verlag Jung und Jung), Bachmann-Preisträger Peter Wawerzinek ("Rabenliebe") und Judith Zander ("Dinge, die wir heute sagten").

Ein Tag zur Entscheidung
"Einen Tag lang haben wir über die Kandidaten für unsere Shortlist diskutiert. Nicht immer, das gehört dazu, waren wir uns einig. Wir freuen uns, nun sechs außergewöhnliche Finalisten zu präsentieren, sechs sehr unterschiedliche literarische Stimmen: poetisch, komisch, experimentell. Es sind Romane, deren Gemeinsamkeit wohl vor allem in ihrer Welthaltigkeit zu finden ist", wurde Jurysprecherin Julia Encke, Literaturkritikerin bei der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", zitiert. Die sieben Jurymitglieder haben in den vergangenen fünf Monaten insgesamt 148 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2009 und dem 8. September 2010 erschienen sind.

Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Mit dem Deutschen Buchpreis 2010 zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus.

(apa/red)