Österreichische Universitäten fallen zurück:
Keine guten Zeugnisse im "Times"-Ranking

Uni Wien unter weltweiten Top-200 nur auf Platz 87 USA und Großbritannien dominieren die Top Ten

Österreichische Universitäten fallen zurück:
Keine guten Zeugnisse im "Times"-Ranking

Österreichische Universitäten sind im soeben erschienenen Uni-Ranking der britischen Zeitung "The Times" zurückgefallen. Unter den weltweit 200 besten Unis schnitt die Universität Wien am besten unter den heimischen Hochschulen ab: sie rangiert auf Platz 87, im Vorjahr war sie noch auf Platz 65. Die Technische Universität Wien kommt auf Platz 138 zu liegen, was einen deutlichen Rückfall gegenüber der Vorjahresplatzierung auf Rang 86 bedeutet. Und die Universität Innsbruck rangiert nun auf Platz 186 (2005: Platz 165).

Das "The Times Higher Education Supplement" erstellte das "World University Ranking" bereits zum dritten Mal. Bewertet werden dabei sechs verschieden gewichtete Kriterien: 40 Prozent des Rankings macht demnach eine "Peer Review"-Bewertung aus, das Urteil von mehr als 3.700 Wissenschaftern aus aller Welt. Sie mussten die 30 besten Unis in ihrem jeweiligen Fachgebiet nennen. Weitere zehn Prozent der Note macht die Bewertung durch mehr als 700 Personalvermittler aus.

Die restlichen 50 Prozent ergeben sich aus quantitativen Kriterien: Jeweils 20 Prozent das Zahlenverhältnis zwischen Beschäftigten und Studenten sowie das Verhältnis von wissenschaftlichen Zitaten zur Zahl der Beschäftigten und jeweils fünf Prozent für den Prozentsatz ausländischer Forscher und Studenten. Diese Kriterien würden ein "Bild der derzeitigen Stärken" einer Uni liefern und nicht eine rückblickende Bewertung, etwa durch Nobelpreise, heißt es seitens der "Times".

USA und Großbritannien führen Top Ten an
Wie in den meisten Uni-Rankings dominieren US- und britische Unis die Top-Ten: An erster Stelle liegt - wie im Vorjahr - die Harvard University (USA) vor den beiden britischen Unis Cambridge (2005: Platz 3) und Oxford (2005: Platz 4). Dann folgen das Massachusetts Institute of Technology (MIT) (2005: Platz 2), Yale (7), Stanford (5), California Institute of Technology (8), Berkeley (6), Imperial College London (13) und auf Platz 10 Princeton (9).

Die beste kontinentaleuropäische Uni ist die Ecole Normale Superieure in Paris auf Platz 18 (2005: Platz 24). Auf Rang 24 folgt die beste Uni im deutschsprachigen Raum, die Eidgenössisch Technische Hochschule (ETH) Zürich (2005: Platz 21).

Euro-Ranking: Uni Wien auf Platz 30.
Extra gerankt hat die "Times" noch die besten 50 europäischen Unis: die einzige österreichische Hochschule, die sich in dieser Liste findet, ist die Uni Wien auf Platz 30.

Die Top-Ten in Europa sind in absteigender Reihenfolge: Cambridge, Oxford, Imperial College London, London School of Economics (alle Großbritannien), Ecole Normale Superieure Paris (Frankreich), ETH Zürich (Schweiz), University College London (GB), Edinburgh University (GB), Ecole Polytechnique (Frankreich) und die Universität Genf (Schweiz).

(apa/red)