Österreicher sind scharf auf heiße Ware:
EU-Verbot löst Ansturm auf Glühbirnen aus

2009 sorgen Hamsterer für satte Verkaufszuwächse Schrittweises Verbot wird im September fortgesetzt

Österreicher sind scharf auf heiße Ware:
EU-Verbot löst Ansturm auf Glühbirnen aus © Bild: APA/dpa/Kasper

Ein Land im Glühbirnen-Rausch: Das seit September auf 100 Watt-Birnen geltende Verbot hat die Österreicher scharenweise zu Lampen-Hamsterern gemacht. Der Verkauf der heiß begehrten Ware legte 2009 teilweise um über 100 Prozent zu, wie einzelne Händler melden. Und das dürfte erst der Anfang gewesen sein: Gemäß des schrittweisen EU-Verbotes geht es heuer den 75-Watt-Birnen an den Kragen.

Der Verkauf von Glühbirnen legte 2009 dreistellig zu, bestätigt Susanne Schenk. Die hohen Zuwachsraten habe es bei allen Glühbirnen gegeben, also auch jenen, die nicht vom Verbot betroffen sind, so Schenk. Starke Hamsterkäufe verzeichnete man vor allem im Juli und August des Vorjahres.

Auch bei Baumärkten kam es im vergangenen Jahr zu Hamsterkäufen. Die Bauhandelskette Obi verkaufte alle Standardglühbirnen, die vom Verbot zum 1. September betroffen waren, ab Jahresbeginn 2009 deutlich mehr, sagte Margit Resch von der Obi-Presseabteilung. Gegen Jahresende haben sich die Hamsterkäufe wieder etwas beruhigt, so Resch.

Energiesparlampen im Aufwind
Gleichzeitig verzeichneten Energiesparlampen im vergangen Jahr ein Plus von 30 Prozent, so der Beleuchtungsexperte. Vom EU-Verbot seien aber nur ineffiziente Glühbirnen betroffen. Halogenleuchten mit den gleichen Lichteigenschaften wie Glühbirnen werde es weiter geben. Es sei ein Irrtum, dass es nur mehr Energiesparlampen gebe.

Das EU-Glühlampen-Vermarktungsverbot tritt stufenweise in Kraft. Vom 1. September 2009 an wurden zunächst die 100-Watt-Birnen sowie sämtliche matten Modelle aus den Regalen genommen. Am 1. September 2010 folgen die Exemplare mit 75 Watt, 2011 Birnen mit 60 Watt und 2012 die Glühlampen mit 25 Watt.
(apa/red)

Kommentare

Ich habe mich für Jahrzehnte mit alten Glühbirnen eingedeckt Weil das Verbot Schwachsinn ist. Dort wo Energiesparlampen Sinn machen verwende ich sie seit vielen Jahren. In Räumen wo 10 mal am Tag oder öfter das Licht für 1-3 Minuten aufgedreht wird (WC, Speis, Keller) sind Energiesparlampen völig ungeeignet. Weiters habe ich im Außenbereich mehrere Lampen mit Bewegungsmelder die sich zigMal am Tag für max. 30 Sekunden einschalten. Bis eine Energiesparlampe ihre volle Helligkeit entfaltet hat bin ich 100 Meter von der Lampe entfernt.

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