Österreicher hängen am Schilling: 68 %
rechnen immer noch in der alten Währung

Zahl der "Schilling-Denker" aber weiter rückläufig Hälfte der unter 30-Jährigen denken nur mehr in Euro

Die Österreicher pflegen weiterhin eine große Nähe zum alten Schilling. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung rechnet Euro- Beträge einer Umfrage der Markant Market Research GmbH zufolge immer wieder in die alte Währung um. Knapp ein Viertel (22 Prozent) macht es bei jedem Betrag. Bei größeren Ausgaben greifen 39 Prozent der Österreicher auf den Schilling-Vergleich zurück.

Österreicher hängen am Schilling: 68 %
rechnen immer noch in der alten Währung

Das Fazit der Umfrage: Fünf Jahre nach Einführung der europäischen Währung verkörpern die "Schilling-Denker" immer noch eine Mehrheit in Österreich. Vor zwei Jahren waren noch 80 Prozent der Österreicher "Schilling-Umrechner". Mittlerweile hat sich dieser Prozentsatz zwar verringert, aber es sind immer noch rund 68 Prozent, die an der alten Währung als Maß- und Recheneinheit festhalten. Wobei Personen, die mit dem Schilling aufgewachsen sind, gedanklich viel häufiger an der alten Währung festhalten.

Immerhin 28 Prozent der Befragten gaben an, sich bereits an den Euro gewöhnt zu haben. Sie halten eine Umrechnung in Schillingbeträge für unnötig. Seit der Vergleichsstudie aus dem Jahr 2004 hat sich ihr Anteil an der Bevölkerung um neun Prozent erhöht.

Während knapp die Hälfte der Jungen unter 30 Jahren gar nicht mehr an den Schilling denkt, sind es bei den über 50-Jährigen nur etwa 15 Prozent. Bei den über 60-Jährigen rechnet noch jeder Dritte jeden Betrag in Schilling um.

Frauen rechnen öfter um
Im Vergleich zwischen Männern und Frauen gaben 75 Prozent der Frauen an, weiterhin einen Umrechnungs-Check in der alten Währung zu machen. Bei den Männern sind es hingegen nur mehr 65 Prozent, die dies von sich behaupten.

(apa/red)