Österreicher stehen aufs Neu-Einrichten:
Möbelhandel 2005 neuerlich mit Zuwächsen

Umsätze stiegen um 2,9 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro Zuwächse vor allem durch diverse Zusatzsortimente

Österreicher stehen aufs Neu-Einrichten:
Möbelhandel 2005 neuerlich mit Zuwächsen

Dem österreichischen Möbelhandel geht es gut. Im Vergleich zum Vorjahr hat er neuerlich Umsatzzuwächse erzielt. Das Umsatzplus wird vor allem durch Zusatzsortimente wie Dekoration und Raumausstattung erzielt.

Der Anteil der Raumausstattung wie Spiegel, Vasen und Vorhänge, sowie Gläser, Zimmerpflanzen und Heimtextilien ist bereits so groß wie der für die klassische Wohnungseinrichtung und liegt bei etwa 40 Prozent, heißt es in einer Marktanalyse der RegioPlan Consulting. Insgesamt geben die Österreicher laut Studie für die dekorative Ausstattung ihrer Wohnung mit 300 Euro pro Jahr etwa gleich viel aus wie fürs Reisen.

Heftige Expansion
Die massive Expansion in Österreich sei vorbei, der österreichische Markt sei für neue Standorte kaum noch interessant, heißt es in der Studie. Dennoch werde im Möbelhandel heftig expandiert. Die österreichische Lutz-Gruppe wurde etwa durch die Übernahme der deutschen Mann Mobilia weltweit zur Nummer zwei hinter Ikea. Kika/Leiner hat neben Osteuropa auch den fernen Osten im Visier. 2007 soll ein Kika als Franchise-System in Saudi Arabien eröffnet werden, so die Studie. Weitere Möbelhäuser seien auch im Oman und Ägypten geplant.

Keine Chance gegen die Großen
Kleinere Möbelhändler können besonders bei der "Preisschlacht" der drei "Großen" nicht mithalten, heißt es in der Studie. Doch auch die nicht filialisierten Geschäfte hätten sich behauptet, zumal der Markt für hochpreisige Möbel wieder im Kommen sei und die Kunden immer anspruchsvoller würden, hieß es.

Einkaufsverbände
Als erfolgreichste Einkaufsverbände führt Garant (Möbel) vor VKG (Küchen) und WohnUnion (Wohnaccessiores). Garant hat die meisten Outlets und weist den größten Verkaufsflächenanteil auf. Beim Quadratmeterumsatz ist jedoch VGK an erster Stelle.