Österreicher in Kambodscha verhaftet:
Polizei wirft ihm sexuellen Missbrauch vor

Soll drei einheimische Buben missbraucht haben Wurde 2002 aus Mangel an Beweisen freigelassen

Österreicher in Kambodscha verhaftet:
Polizei wirft ihm sexuellen Missbrauch vor

In Kambodscha ist Medienberichten zufolge ein Österreicher wegen sexuellen Missbrauchs von drei einheimischen Buben inhaftiert worden. Wie ein Gerichtssprecher in Phnom Penh mitteilte, wurde der 64-Jährige bereits formell beschuldigt. Ihm drohen demnach bis zu 20 Jahre Gefängnis.

Der Mann sei im Jahr 2002 schon einmal wegen sexueller Straftaten festgenommen, aber wegen Mangels an Beweisen freigelassen worden, sagte Sprecher Sok Karyal. Die jüngste Festnahme gehe auf Anzeigen der Familien der drei Buben zurück.

Das Außenministerium in Wien wusste noch nichts über den Fall. Man werde nun über die zuständige diplomatische Vertretung Informationen einholen, sagte ein Sprecher der APA.

Kambodscha kämpft seit Jahren gegen seinen zweifelhaften Ruf, ein Paradies für Pädophile zu sein. Seit 2003 wurden Dutzende Ausländer inhaftiert oder zwecks Strafverfolgung in ihre Heimatländer abgeschoben. Im vergangenen Jahr wurden zehn Ausländer wegen sexuellen Missbrauchs festgenommen, im Jahr davor waren es noch fünf.
(Forts. mögl.) gl/hai