Österreicher sind keine Gurt-Muffel mehr:
06 waren so viele wie nie zuvor angeschnallt

Höchste Anschnellquote bei Kindern und Erwachsenen Wer Kinder nicht angurtet, der riskiert Strafpunkte!

Österreicher sind keine Gurt-Muffel mehr:
06 waren so viele wie nie zuvor angeschnallt

Der Griff zum Sicherheitsgurt im Auto war im Jahr 2006 für so viele Pkw-Insassen selbstverständlich wie nie zuvor. Laut einer Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) waren in rund 19.560 unter die Lupe genommenen Autos knapp 91 Prozent der Kinder (plus fünf Prozent gegenüber 2005) und rund 90 Prozent der Lenker (Steigerung um 8,4 Prozent) angeschnallt gewesen. Auch erwachsene Beifahrer griffen zu 88,4 Prozent zum Sicherheitsgurt, was einem Plus von 5,5 Prozent entspricht.

Am sichersten waren Kinder 2006 in Vorarlberg unterwegs: 96,4 Prozent der kleinen Beifahrer waren laut der Überprüfung mit Sicherheitsgurten oder über Rückhalteeinrichtungen angeschnallt. Dahinter rangierten die Salzburger (94,6 Prozent) und die Kärntner (93,1 Prozent). Weniger ausgeprägt scheint die Gurt-Moral bei den Steirern zu sein: Mit 78,4 Prozent Verwendung sind sie österreichisches Schlusslicht.

Strafpunkte drohen
Wer Kinder im Auto nicht anschnallt, riskiert seit 1. Juli 2005 eine Vormerkung im Führerscheinregister. Außerdem droht eine Geldstrafe bis zu 5.000 Euro (bei leichten Verstößen 36 Euro). Ein Unfall, bei dem sich ein Kind wegen unzureichender Sicherung verletzt hat, zieht ein gerichtliches Strafverfahren nach sich. Mit 1. Jänner 2007 trat übrigens eine weitere Regelung in Kraft: Kindersitze, die nicht mindestens der Norm ECE 44.03 entsprechen, dürfen nicht mehr verwendet werden. Wer sich nicht daran hält, muss mit bis zu 5.000 Euro Strafe rechnen. (APA/red)