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Wir sind EU-Nörgler

Mehrheit der Österreicher bescheinigt EU Fehlentwicklung. Austritt aber kein Thema.

Europa - Wir sind EU-Nörgler © Bild: © Corbis. All Rights Reserved.

Unter den Österreichern herrscht derzeit große EU-Skepsis. Das ist das Ergebnis einer Umfrage vom SORA-Institut, die im Februar 2014 unter 1.208 wahlberechtigten Personen durchgeführt wurde, um real existierende oder vermutete Informationsdefizite zu identifizieren. Überraschend: Zwar glaubt die Mehrheit an eine Fehlentwicklung der EU, der Austritt aus der EU wird aber gleichzeitig von nicht weniger als 75% der Befragten abgelehnt.

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58 Prozent der Befragten finden zwar, dass sich die EU in eine falsche Richtung entwickle. Gleichzeitig gibt es aber eine hohe Zustimmung für mehr Zusammenarbeit in Europa, wie SORA-Geschäftsführer Günther Ogris darlegte. "45 Prozent der Befragten haben aber dennoch das Gefühl, dass sie durch die EU-Mitgliedschaft Österreichs Nachteile erleiden." Ein EU-Austritt wird von rund Dreiviertel allerdings eindeutig abgelehnt.

Die Gruppe der EU-Affinen ist im Vergleich eher jünger und weiblich und setzt sich vorwiegend aus Personen der höher gebildeten Mittelschicht zusammen. EU-Skeptiker sind hingegen eher älter bei einem niedrigeren Haushaltseinkommen. Überwiegend männlich sind jene Österreich, die der EU ambivalent gegenüberstehen und im Clustervergleich über das höchste Einkommen verfügen. "Grundsätzlich nimmt die EU in den Köpfen der Österreicher immer mehr Platz ein und ist ein wichtigeres Thema geworden, als sie es noch vor zehn Jahren war", so Ogris.

Skepsis wegen Unwissens?

Die Umfrage zeige auch, dass der Informationsstand über die EU laut Selbsteinschätzung als relativ gering angesehen wird. Etwa über europäische Kandidaten und Programme zur EU-Wahl fühlen sich knapp 70 Prozent wenig bis gar nicht informiert. Als Informationsquellen werden primär Fernsehen (76 Prozent) und Tageszeitungen (57 Prozent) herangezogen, gefolgt von Radio und Internet mit 38 bzw. 36 Prozent. Dem ORF sprachen die Befragten wiederum die umfassendste Informationsleistung zu.

Kommentare

Skeptiker? Offene Grenzen - Gefängnisse überfüllt mit Ausländer. Abwanderung der Firmen. Statt Arbeit - erhöhte Arbeitslosigkeit. Weniger Personal, wird eingestellt, dafür totaler Arbeitsdruck, obwohl sich die Wirtschaft erholt. Geringe Löhne. Österreich kann sich bald Österreich nicht mehr leisten. Dafür wird die EU gesponsert. Alles Gute, Zukunft.

EnricoWurstinger melden

Millionen Menschen im EU-Osten bekommen nur 100-300 Euro Pension oder Arbeitslosengeld, Tausende erfrieren oder verhungern.
Das wird von der EU totgeschwiegen.
Für Österreich gilt die letzten 20 Jahre: Betriebsabwanderungen, viele mittelständische Unternehmen die österreichische Qualitätsprodukte herstellten gingen in Konkurs und wir haben über 400.000 Arbeitslose.
Von den vor 20 Jahren versprochenen Schulungs- und Studienprogrammen der EU konnten wir neben fehlendem Kulturaustausch auch nicht viel verwerten.
Die Jungen kennen leider weder den Zustand Österreichs vor dem EU-Beitritt noch Alternativen infolge fehlender Erfahrungswerte.
Trotz vor dem Beitritt publizierter wissenschaftlicher Bücher und Prognosen, die uns Verlust/Nutzenwerte von 70 zu 30 prognostizierten haben uns die österreichischen Politiker mit Jubelpropaganda in die EU ohne wenn und aber gedrängt.
Und in Polen, Rumänien und anderen Ostländern verhungern die Ärmsten inzwischen weiter...

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Sie irren,die Österreicher wurden weder getäuscht noch gedrängt, es gab genug Leute die dagegen argumentiert hatten. Die Österreicher (bzw. eine Mehrheit) haben,wie in vielen anderer Positionierungen,eine kurzfristige und egoistische Perspektive eingenommen und das gewählt,was ihnen persönlich schnell etwas zu bringen schien.Und jetzt ist das Menü halt angerichtet. Wohl bekomms.

EnricoWurstinger melden

Sg. Higgs 70!
Leider irre ich nicht... wir machten damals als demokratischer Verein Umfragen zur EU - Pro - Contra. Ca. 5000 Österreicherinnen und Österreicher wurden befragt und die Mehrheit war gegen die EU. Andere Umfragen von Meinungsforschungsinstituten zeigten eine Mehrheit von Befürwortern.
Politiker und Zeitungen wurden damals mit unserem Ergebnis konfrontiert, der damalige Bürgermeister Zilk gab in einem Dankschreiben an mich an, dass er die gleichen Ergebnisse wie die von uns eruierten hätte.
Demnach waren also die veröffentlichten Umfragen verfälscht.
Im Übrigen wurde die Umfrage von keiner Zeitung veröffentlicht und von Politikern nicht erwähnt.
Mit freundlichen Grüssen Wurstinger

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Ja das Spiel mit den Umfragen. Wenn Sie dabei waren werden Sie's besser beurteilen können und recht haben, aber es ändert nichts daran, dass von den Grünen angefangen bis zu den Marxisten, Teilen der jungen SPÖ und -nach jahrelangem Trommel für einen Beitritt -inzwischen auch die FPÖ haufenweise Argumente gegen einen Beitritt hervorgebracht haben. Nur wenn die Menschen lieber auf Umfragen schaun und in der Rotte laufen als über die Gegenargumente nachzudenken, kann man hinterher halt nicht behaupten man wurde gedrängt. MfG.

ausserdem ist ein NÖRGELN berechtigt wenn man bedenkt was für einen permanenten schwachsinn diese geldvernichtungsmaschine von eu abgibt und neu beschliest. seltsamerweise werden immer mehr stimmen laut (in ganz europa) dass es diesen aufgeblasenen apparat bald nicht mehr geben wird.

wintersun melden

Wenn man die Fehlentwicklungen kritisiert schimpft man uns "Nörgler"!
Als würde alles perfekt laufen, nur die verwöhnten Österreicher müssen dauernd sudern - so stellt man uns in den Medien hin um uns ein schlechtes Gewissen vor der EU-wahl einzujagen!

Aber eure Angst ist begründet, denn immer mehr Menschen erkennen was in dieser wahnsinnigen Union aufgeführt wird. Es mag stimmen dass sich viele gegen einen Austritt aussprechen, das hat aber nur den einen Grund, dass wir nämlich wissen dass ein Austritt sehr schmerzhaft werden würde. Aber warten wir nur ab wie sich die Wahl in anderen Ländern (z.B. GB) entwickelt, einer wird schon einmal den Schritt wagen und vielleicht werden dadurch andere folgen.

Illegal: EU-Abgeordnete finanzieren private Zusatz-Pension mit Steuergeldern:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/27/geheimer-fonds-eu-abgeordnete-lassen-sich-zweit-pension-vom-steuerzahler-finanzieren/

wintersun melden

Anm.: Mit "eure Angst" sind Medien und Politiker gemeint, falls das nicht so klar rüberkommen sollte.

Die Schweizer haben eben mehr Hirnschmalz!!!! Die Umfrage ist nicht gültig, solange es keine Volksabstimmung über einen Austritt gibt, aber dies ist bei unseren A .... kriechern von Politikern nicht möglich!!

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