Grosse Umfrage von

Ein Land vor dem Steuerstreik

Was die Österreicher von Steuerstreik und Schwarzarbeit halten

Grosse Umfrage - Ein Land vor dem Steuerstreik © Bild: Reuters/Leonhrad Föger

Streik liegt in der Luft: Viele Österreicher mögen sich ja schon seit langem fragen, wieso man gerade hierzulande so hohe Steuern zahlen muss wie kaum in einem anderen Land Europas. Doch das Milliarden-Fiasko um die Kärntner Hypo Alpe Adria hat für einige das Fass zum Überlaufen gebracht.

Je mehr Geld in die marode Bank fließt, umso drängender stellt sich die Frage, ob denn die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung mit dem, was sie bei den Bürgern abkassieren, auch ordentlich umgehen. Eine zunehmende Zahl an Personen meint: nein. Und streikt.

Die Steuer-Umfrage

NEWS und meinungsraum.at befragten 500 ÖsterreicherInnen, was sie vom Steuersystem halten, und das Ergebnis muss die Regierung alarmieren: 79 Prozent halten das Steuersystem für ungerecht. meinungsraum.at-Forscherin Christina Matzka sagt: „Der Unmut zieht sich quer durch alle Bevölkerungsgruppen. Am ehesten verteidigen noch die Anhänger der Regierungsparteien das System. Aber selbst bei ihnen ist die Ablehnung mit 71 beziehungsweise 68 Prozent heftig.“ Fast logisch, dass auch die Bereitschaft zu Schwarzarbeit oder Steuerstreik erstaunliche Formen annimmt: Insgesamt 70 Prozent der Befragten geben an, dass aufgrund der hohen Steuern Schwarzarbeit ausgeübt wird. 49 Prozent haben immerhin dabei ein schlechtes Gewissen. Jeder dritte Österreicher hält es mittlerweile schon für eine gute Idee, aus Protest gegen die hohe Steuerlast in einen Steuerstreik zu treten und die anfallenden Beiträge auf ein Treuhandkonto einzuzahlen.

Die Steuerrebellen

Einige machen bereits ernst. Diese Bürger legen nicht die Arbeit nieder, sondern ihr Geldbörserl: Um ein Zeichen zu setzen, werden Steuern zwar gegenüber dem Finanzamt deklariert, aber – so lange es geht – nicht überwiesen. Dem Beispiel eines Salzburger Trafikanten folgen mittlerweile Personen aus mehreren Bundesländern.

Die ganze Geschichte finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als E-Paper-Version.

Kommentare

die neue steuer heist deflation und wirkt sehr schnell und mangels geld noch neller

los gehts mit der raunzerei, und wen habt ihr jetzt gewählt???? sicher wieder rot oder schwarz oder gar die seltsamsten grünen, es bleibt immer alles wie es ist, rot wählen und dann raunzen super super super

Diese Regierung will uns per Gesetz zwingen, dass wir "kriminelle Machenschaften in Milliardenhöhe" mit unserem Steuergeld finanzieren; man kann auch sagen, man will uns damit zu MittäterInnen machen.
Wir meinen daher, dass uns dazu NIEMAND zwingen kann - weder Schuldenbundeskanzler Werner Faymann noch Schuldenvizekanzler Dr. Michael Spindelegger. Darum geht es. LG Fritz Gurgiser, Vomp

mangels an bargeld kann keine steuer mehr bezahlt werden - der tauschhandel beginnt

Würde es ohne Schwarzarbeit vielleicht einige Baumärkte und Lagerhäuser gar nicht mehr geben?

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Ein Wahnsinn, dass immer auf Kosten der Bürger gespart wird!!!!!! Wäre mal an der Zeit, dass man bei den Gehältern und Pensionen unserer Politiker einspart!!!!! Wenn jeder unserer Politker um die Hälfte weniger verdienst und weniger Pension bekommt, wäre unser Staat bald "saniert"

clsc melden

Und wer wird dann noch Politiker? Man muss den Volksvertretern mehr bezahlen, dass die besten es werden wollen und nicht weniger bezahlen, weil die dann versuchen, sich das Geld anders zu beschaffen und weniger effizient arbeiten.

wintersun melden

Die paar Hunderttausend oder vielleicht wenige Millionen sind doch nur Peanuts, das ändert überhaupt nichts! Und wie @clsc schon ausführt, damit steigert man nur den Drang zur Korruption.
Ich vermute der eigentliche Fehler liegt tief, nämlich im Geldsystem. Solange sich da nichts gravierendes ändert ist alles andere nur Lochstopferei und der Kreislauf
(Aufbau-->Zusammenbruch) wird sich ständig wiederholen.

Draufzahlen tut dabei IMMER die Allgemeinheit da wir das System nicht genug verstehen um langfristig profitieren zu können.

Zitat Gebrüder Rothschild, 1863:
"Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.”

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