Österreich unterliegt Tschechien 1:6: Auch
im zweiten Spiel setzt es klare Niederlage!

Vize-Weltmeister für Boni-Truppe Nummer zu groß Gruppe B: Gegen Weißrussland nun um Aufstieg

Der Vize-Weltmeister war wie erwartet eine Nummer zu groß für die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft. Die ÖEHV-Auswahl musste sich bei der WM in Moskau Tschechien erwartungsgemäß mit 1:6 (0:2,1:1,0:3) geschlagen geben. Eine Leistungssteigerung gegenüber dem Auftakt gegen die USA (2:6) lässt aber für den bevorstehenden Kampf um den Weiterverbleib in der Eliteklasse hoffen.

Tschechien qualifizierte sich mit dem Sieg als erste Mannschaft für die Zwischenrunde, für Österreich geht es am Dienstag (14:15 Uhr MESZ) gegen Weißrussland ins erste Endspiel um den Klassenerhalt. Mit einem Sieg würde sich die ÖEHV-Auswahl für die Zwischenrunde und damit gleichzeitig für die WM 2008 in Kanada (Quebec und Halifax) qualifizieren, bei einer Niederlage würde es ab Freitag in die Relegation gehen. Von den vier Gruppen-Vierten schaffen dort zwei den Klassenerhalt.

Nach der Enttäuschung gegen die USA zeigten sich die Österreicher in der Mytischi-Arena klar verbessert. Sie spielten von Beginn weg aggressiver, sicherer an der Scheibe und konsequenter in der Defensive und spielte gegen den Mit-Favoriten zwei Drittel gut mit. Die Chancenauswertung allerdings klappte nicht nach Wunsch, so vergaben etwa Dieter Kalt (8.) und Oliver Setzinger (33.) alleine vor Torhüter Roman Cechmanek.

8:8 Torschüsse wies die Statistik nach dem ersten Drittel auf, die Tore allerdings erzielten nur die Tschechen. Im ersten Powerplay, als Robert Lukas in der Kühlbox saß, traf Sykora mit einem Schlagschuss schon nach 3:55 Minuten von der blauen Linie. Bernd Brückler, der diesmal statt Reinhard Divis im Tor stand, machte dabei nicht die beste Figur. Beim zweiten Gegentreffer hatte der Steirer Pech. Jaroslav Hlinka traf nur die Stange, der Puck sprang aber Brückler auf den Rücken und von dort ins Tor (11.).

Als die Österreicher im Mitteldrittel ihre dritte Powerplay-Chance einmal mehr nicht nutzen konnten, schlugen die Tschechen in Überzahl zu. Petr Caslava verwertete einen Abpraller zum 3:0 (32.). Das Team von Jim Boni kämpfte aber weiter und wurde im vierten Powerplay auch belohnt. Raimund Divis, schon gegen die USA einer der Torschützen, überraschte Cechmanek mit einem Schuss aus spitzem Winkel in die kurze Kreuzecke (38.).

Im Schlussabschnitt erhöhte zunächst Michal Barinka auf 4:1 (45.). Hlinka traf mit seinem zweiten Treffer zum 5:1 (49.), ehe Jan Marek mit dem dritten Powerplay-Treffer der Tschechen den Endstand der doch noch recht klaren Niederlage fixierte (56.).

Österreich - Tschechien 1:6 (0:2,1:1,0:3)
Moskau, Mytischi-Arena. 2.500
Tore: Raimund Divis (38./PP) bzw. Sykora (4./PP), Hlinka (11., 49.), Caslava (32./PP), Barinka (45.), Marek (56./PP)

Österreich: Brückler - Rebek, R. Lukas; Unterluggauer, Ulrich; A. Lakos, Stewart; Mattie, Ph. Lakos - Setzinger, Koch, Welser; Trattnig, Ph. Lukas, Kalt; Baumgartner, Raimund Divis, Schuller; P. Harand, Marco Pewal, Peintner

Tschechien: Chechmanek - Zidlicky, Caslava; Michalek, Barinka; Smid, Hamr; Platil - J. Hlinka, Vyborny, Sykora; Plekanec, Irgl, Olesz; Tenkrat, Novotny, Hubacek; Marek, Cajanek, Balastik; Bednar

(apa/red)