Fussball von

"Das wird eine Riesensache"

Die Vorfreude auf den WM-Quali-Kracher gegen Schweden ist im ÖFB-Team groß

Andreas Ivanschitz und Kollegen beim Training mit dem ÖFB-Team © Bild: APA/Jaeger

Im Lager der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft steigen Anspannung und Vorfreude auf das ausverkaufte Heimspiel der WM-Qualifikation am Freitag (20.45 Uhr) im Wiener Ernst-Happel-Stadion gegen Schweden. "Jeder ist hungrig und möchte spielen. Denn das wird eine Riesensache", erklärte der 61-fache Teamspieler Andreas Ivanschitz am Mittwoch.

Mit dem von Teamchef Marcel Koller stets geforderten Pressing sollen die Schweden so weit wie möglich vom ÖFB-Tor ferngehalten werden. "Wir müssen die schwedischen Angriffe früh stoppen, wir müssen sie so schnell wie möglich blockieren und dürfen sie nicht zu nah an unser Tor heranlassen", forderte György Garics.

Der Außenverteidiger weiß, dass man mit einem Heimsieg die Weichen auf Platz zwei in Gruppe C stellen würde und somit die Chance auf die WM 2014 deutlich erhöhen würde. "Wir können uns vom Jäger zum Gejagten machen. Dann hätten wir alles selbst in der Hand, das wäre purer Luxus. Diese drei Punkte wären die Basis für Platz zwei."

Der 32-fache Teamkicker Garics ist überzeugt, dass die Zeit dafür reif ist. "Das Potenzial war schon öfters da. In letzter Zeit haben wir es aber auch geschafft, es auf den Platz zu bringen. Wir haben eine Mannschaft, die weiß, was sie drauf hat und was sie kann."

Das "Tier" Ibrahimovic
Die Fragen nach Schwedens Starstürmer Zlatan Ibrahimovic blieben den ÖFB-Kickern auch am Mittwoch nicht erspart. "Auf dem Platz ist er ein Tier", lieferte Ivanschitz den bereits nach Wien gereisten schwedischen Reportern die gewünschte Schlagzeile. "Er ist unberechnbar, robust, setzt sich gegen jeden Verteidiger der Welt scheinbar spielerisch leicht durch. Zudem ist er kaltschnäuzig, spritzig, schnell. Sprich er hat alles, was einen Weltklassestürmer auszeichnet", meinte Ivanschitz über den Titelsammler aus Malmö.

Die Narbe auf dem rechten Oberarm, die Ivanschitz als Andenken an Ibrahimovic aus dem Jahr 2005 trägt, nimmt der Burgenländer dem 1,95-Meter-Riesen nicht mehr übel. "Ich bin nicht nachtragend, er hat das sicher nicht absichtlich gemacht." Garics, der den schwedischen Ausnahmekicker aus gemeinsamen Italien-Zeiten recht gut kennt, fügte zum Thema Ibrahimovic hinzu: "Ibrahimovic ist ein sehr kompletter Spieler. Aber er ist auch nur ein Mensch und hat auch nur zwei Beine. Auch er hat Fehler, allerdings nicht sehr viele."

Einer dieser wenigen Mängel könnten die Starallüren von Ibrahimovic sein. "Große Spieler wie er bekommen Probleme, wenn ein Spiel in eine negative Richtung läuft. Solche Spieler laufen nicht gerne dem Ball hinterher. Das machen wir auch nicht gerne, aber wir sind es mehr gewohnt", sagte Garics mit einer großen Portion Selbstironie.

Torgefährliches ÖFB-Team
Für Österreich spricht sicher die Torgefahr des Teams, das in den bisher fünf Partien schon 13 Mal getroffen hat, davon allerdings gleich sechs Mal gegen die Färöer. In der laufenden Europa-Quali haben mit Deutschland (22), England (20), den Niederlanden (20), Bosnien-Herzegowina (18), Israel (15) und Montenegro (14) nur sechs Teams mehr Treffer auf dem Konto. "Das Torverhältnis schaut sehr gut aus. Das ist sehr positiv und gibt uns Selbstvertrauen", merkte Ivanschitz an.

Ob er oder Marko Arnautovic, oder sogar beide in der Startelf stehen werden, das konnte und wollte Ivanschitz nicht beurteilen. "Ich trainiere gut, verhalte mich professionell und bin gut drauf. Den Rest entscheidet der Teamchef." Gar keine Auskunft wollte der beim deutschen Bundesligisten Mainz nicht mehr gebrauchte 29-Jährige zu seinem angeblich bevorstehenden Transfer zum spanischen Oberhaus-Club Levante geben: "Zu diesem Thema sage ich nichts. Ich konzentriere mich auf Freitag, danach werde ich mich dazu äußern."

Kommentare