Österreich verliert gegen Schweden 0:2:
Brückner-Elf in zweiter Halbzeit geschlagen

Elm & Källström entscheiden Spiel mit Doppelschlag Kapitän Andi Ivanschitz zeigte mit guter Leistung auf

Österreich verliert gegen Schweden 0:2:
Brückner-Elf in zweiter Halbzeit geschlagen © Bild: APA/Hochmuth

Für Österreichs Fußball-Nationalteam gab es im freundschaftlichen Länderspiel in Graz nichts zu holen. Trotz der 0:2-(0:0)-Niederlage gab es im heimischen Lager aber auch positive Aspekte, immerhin durften die zuletzt bei ihren Clubs kaum zum Einsatz gekommenen ÖFB-Teamkapitän Andreas Ivanschitz, Martin Stranzl, Jürgen Säumel und Sebastian Prödl wichtige Matchpraxis sammeln. Vor allem Ivanschitz versuchte in der Anfangsphase das Spiel zu ordnen und war an allen gefährlichen Aktionen des ÖFB-Teams beteiligt.

Der ÖFB-Teamkapitän, der hinter der Solospitze Marc Janko als offensivster Mittelfeldspieler aufgeboten wurde, ging voll motiviert in die Partie und ließ sich zu Beginn seine fehlende Spielpraxis kaum anmerken. Schon in der zweiten Minute hatte der 25-Jährige den Führungstreffer auf den Beinen, sein Schuss fiel aber zu schwach und zentral auf Schweden-Goalie Isaksson aus. Danach legte er auch Chancen für Säumel (8.) und Arnautovic (12.) auf, die allerdings nichts einbrachten. Nach einer starken Anfangsviertelstunde verschwand nicht nur der Ex-Salzburg- und Rapid-Kicker von der Bildfläche, sondern flaute die Partie allgemein ab.

Nach der Pause hatte die Truppe von Teamchef Karel Brückner zwei richtig gute Szenen, und an beiden war Ivanschitz, der sein Teamdebüt am 26. März 2003 in Graz (2:2-Remis gegen Griechenland) gegeben hatte, beteiligt. Der Panathinaikos-Legionär, der bei den Griechen schon seit Monaten kein Pflichtspiel mehr von Beginn an absolviert hat, bediente Arnautovic auf der linken Seite und nach dessen Flanke spielte Hölzl volley ideal auf Scharner, dessen Kopfball aber von Isaksson auf der Linie pariert wurde (48.).

Ivanschitz in zweiter Halbzeit ausgewechselt
Unmittelbar vor seiner Auswechslung sorgte der 49-fache Teamspieler noch mit einem Freistoß, den Isaksson abprallen ließ, für Gefahr (74.). Für den siebenfachen ÖFB-Teamtorschützen, der am 1. April im WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien in Klagenfurt sein Teamjubiläum (50. Einsatz) feiern wird, kam in der 76. Minute LASK-Mittelfeldspieler Christoph Saurer zu seinem Debüt in der ÖFB-Elf. Beim Abgang hatte Ivanschitz, der sich trotz seiner unzufriedenen Situation bei "Pana" durchbeißen will, keinen Grund zur Freude, wurde er doch wie schon beim Verlesen der Mannschaftsaufstellung und in einigen Szenen zuvor von vielen der 11.800 Zuschauer in der UPC-Arena ausgepfiffen.

Neben dem Teamkapitän kam auch das Innenverteidiger-Duo Martin Stranzl und Sebastian Prödl, das vor allem nach der Pause Unsicherheiten zeigte, zu wichtigen Einsatzminuten und einer willkommenen Abwechslung. Stranzl stand bei Spartak Moskau zuletzt auf dem Abstellgleis und durfte bis zur 65. Minute ran, Werder-Bremen-Abwehrspieler Prödl stand zum ersten Mal im Jahr 2009 nach überstandener Knöchelverletzung gar über die volle Distanz auf dem Feld. Dazu kam auch der in der italienischen Serie A bei Torino nicht immer zum Stamminventar zählende Jürgen Säumel von Beginn an und bis zur 65. Minute zum Zug.

Österreich - Schweden Endstand 0:2 (0:0)
UPC-Arena Graz, 11.800, SR Viktor Kassai (HUN).

Torfolge:
0:1 (58.) R. Elm
0:2 (63.) Källström (Freistoß)

Österreich: Manninger - Garics (46. Ibertsberger), Prödl, Stranzl
(67. Schiemer), Pogatetz - Hölzl, Scharner (83. Kienzl), Ivanschitz
(76. Saurer), Säumel (67. Okotie), Arnautovic (78. Ulmer) - Janko

Schweden: Isaksson - Johansson (46. M. Nilsson), Mellberg (46.
Granqvist), Majstorovic (46. Hansson), Edman - R. Elm, V. Elm,
Källström (76. S. Larsson), Wilhelmsson (46. Holmen) - Berg (67.
Nannskog), Rosenberg

Gelbe Karten: Keine
Die Besten: Ivanschitz bzw. Wilhelmsson, Källström
(apa/red)