Österreich Rundfahrt von

Jetzt wartet der Großglockner

Abschluss des Bergmarathons führt über das Hochtor und den Dientner Sattel

Österreich Rundfahrt - Jetzt wartet der Großglockner © Bild: Corbis/Ocean

Die traditionelle Glockner-Etappe schließt heute die Serie der Bergprüfungen der 63. Österreich-Rundfahrt ab. Doch diesmal steht nicht das Hochtor, mit 2.504 Metern der höchste Punkt der Tour, im Mittelpunkt, sondern der Dientner Sattel, das letzte Hindernis, 22 Kilometer vor dem kurzen Schlussanstieg ins Alpendorf oberhalb von St. Johann/Pongau.

Der Schwede Fredrik Kessiakoff kämpft um die Verteidigung des Gelben Trikots, der Spanier Carlos Sastre und der Tiroler Thomas Rohregger haben Attacken angekündigt. Kessiakoff hat mit dem Sieg auf dem Kitzbüheler Horn sein Plansoll schon erfüllt, doch der 31-Jährige will mehr. "Ich fühle mich gut und habe ein sehr starkes Team hinter mir. Ich möchte das Trikot behalten, ich schaue von Tag zu Tag", erklärte der Stockholmer, der die Rundfahrt als zweiter früherer Top-Mountainbiker nach Cadel Evans (2001, 2004) gewinnen könnte. Sechs von bisher elf Siegern auf dem Horn haben auch in der Schlusswertung triumphiert.

Rohregger hat 2008 nach dem zweiten Platz auf dem Horn noch das Gelbe Trikot erobert und auch diesmal will er offensiv fahren. Heuer hat der Profi des Teams Leopard-Trek größeren Rückstand. "Auf das Horn habe ich etwas überdreht", sagte der 28-Jährige, der aber nach dem fünften Platz weiter an seine Chance glaubt. "Die Abstände zu den Top Drei sind nicht so groß, da ist noch etwas möglich."

Rohregger will es wissen
Nicht im langen Anstieg auf der Glocknerstraße, sondern auf dem Dientner Sattel. "Der Glockner ist viel zu weit weg vom Ziel, doch hinauf nach Dienten ist es richtig steil, da werde ich etwas probieren", meinte der Kletter-Spezialist vor der Vorentscheidung der Ö-Tour. Auch Ex-Tour-de-France-Sieger Sastre, der Chef des Geox-Rennstalls ist stark genug, nach dem vierten Platz auf dem Horn weiter nach vorne zu fahren.