Österreich Rundfahrt von

Der Berg-Belgier

Jens Keukeleire quält sich am schnellsten von Kitzbühel nach Prägraten

Österreich Rundfahrt - Der Berg-Belgier © Bild: GEPA/Oberlaender

Eine Attacke von Thomas Rohregger in Osttirol war nicht von Erfolg gekrönt, der Tiroler nimmt die Königsetappe der Österreich-Rundfahrt am Mittwoch als Gesamt-Fünfter in Angriff. Rohregger hat als Zehnter des dritten Teilstücks von Kitzbühel nach Prägraten am Großvenediger (179 km) weiter 1:44 Minuten Rückstand auf den Schweden Fredrik Kessiakoff, der das Gelbe Trikot als Tages-16. erfolgreich verteidigte. Gewonnen hat die Kletterpartie der Belgier Jens Keukeleire.

Der 22-jährige Belgier aus dem Cofidis-Team feierte seinen bisher wichtigsten Erfolg. "Die letzten zehn Kilometer waren wirklich hart, aber Bergauf-Sprints kommen mir entgegen", sagte der Cofidis-Profi nach dem souveränen Sieg.

Die Kollegen des Gesamtführenden Schweden Fredrik Kessiakoff mussten hart arbeiten, nachdem sich eine 13-köpfige Gruppe schon nach rund 10 Kilometern im Anstieg zum Pass Thurn abgesetzt hatte. Als rund sechs Kilometer vor dem Ziel Rohregger attackierte, musste Kessiakoff selbst kontern. Mit Erfolg, denn der Leopard-Trek-Kletterer wurde wenige Minuten später wieder eingeholt.

"Es war hart für mich, aber auch hart für meine Konkurrenten", sagte der 31-jährige Kessiakoff, der noch die Strapazen seines Husarenritts auf das Kitzbüheler Horn am Vortag spürte. Er führt weiter 1:18 Minuten vor dem Italiener Mauro Santambrogio (BMC) und 1:25 vor dem Tschechen Leopold König (NetApp).

Rohregger kam nicht weg
Rohregger brauchte sich nichts vorzuwerfen. "Ich will ein attraktives Rennen zeigen, leider hat mich bei meinem Angriff Gegenwind gebremst", sagte der 28-Jährige. Er fühlt sich stark - auch im Hinblick auf die dritte Bergetappe in Serie am Mittwoch von Matrei nach St. Johann/Alpendorf (199,3 km) mit Glockner und Dientner Sattel. "Meine Beine sind gut, ich bin zufrieden", sagte der Kramsacher.

Das Hochtor, der höchste Punkt der Großglockner-Hochalpenstraße (2.504 m) ist zwar zu weit vom Ziel entfernt, um Schauplatz eines Umsturzes zu sein, dennoch wollte Rohregger dort ganz vorne sein. "Ich war zweimal Zweiter, der Titel des Glocknerkönigs fehlt mir noch", erklärte der Rundfahrtsieger von 2008 und versprach neuerlich ein offensives Rennen. "Auf dem Dientner Sattel werde ich etwas probieren", kündigte Rohregger an.

Vor dem Zeitfahren am Neusiedlersee am Samstag ist es wohl seine letzte Chance auf einen Vorstoß in der Gesamtwertung. Ex-Tour-de-France-Sieger Carlos Sastre kämpfte sich am Dienstag am Ende der 23-köpfigen Spitzengruppe ins Ziel und ist weiter Gesamt-Vierter (+1:32).

Österreicher angriffslustig
Doch Rohregger war nicht der einzige Österreicher, der eine Attacke versuchte. Der Salzburger David Wöhrer befand sich in der Ausreißergruppe. Aus der Gruppe der Asse hatten im Anstieg von Matrei in den Zielort auch Georg Preidler und Martin Schöffmann angegriffen. Dann kam noch Harald Totschnig mit einer Dreier-Gruppe weg.