Österreich startet die Mission WM 2010:
Gegen Frankreich mit Heimvorteil zum Sieg

Teamchef Karel Brückner: "Mannschaft ist bereit" HEUTE: Das Quali-Spiel ab 20.45 Uhr auf news.at

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Das österreichische Nationalteam eröffnet heute (20.45 Uhr LIVE auf news.at) im ausverkauften Wiener Happel-Stadion gegen den großen Favoriten der Gruppe 7 die Qualifikation für die WM 2010. Trotz der klaren Außenseiterrolle gegen Vize-Weltmeister Frankreich herrscht im ÖFB-Lager Zuversicht, eine Überraschung zu schaffen und damit einen erfolgreichen Start in die Ausscheidung hinzulegen.

Teamchef Karel Brückner sieht seine Mannschaft für das erste Pflichtspiel in seiner Amtszeit gerüstet. "Wir sind bereit und für das erste Qualifikationsspiel optimistisch", behauptete der Tscheche, der Andreas Ivanschitz und Co. mit genauen Video-Analysen von den Auftritten der Franzosen bei der EURO 2008 und vor allem beim jüngsten Testspiel im August (3:2 in Göteborg gegen Schweden) auf den Gegner einstimmte.

"Müssen gut in der Abwehr stehen"
"Frankreich ist ein großes, angriffsstarkes Team. Wir müssen gut in der Abwehr stehen, clever sein und uns im Vergleich zum Italien-Spiel im Angriff verbessern", lautet die Marschroute des 68-Jährigen.

Die Mannschaft, die Brückners System-Vorstellungen umsetzt, dürfte größtenteils mit jener aus dem Italien-Match identisch sein. Neu in die Mannschaft kommen wird wohl nur der wiedergenesene Rene Aufhauser, entweder für den leicht angeschlagenen Jürgen Säumel oder für Sebastian Prödl, wobei Paul Scharner in diesem Fall in die Innenverteidigung zurückrücken würde.

Lob für Aufhauser und Janko
Von Aufhauser hat der Teamchef offenbar eine hohe Meinung. "Er ist ein Mann für den konstruktiven Spielaufbau." Nahezu mit Lob überschüttet wurde sogar Solo-Spitze Marc Janko. "Er hat viele gute Voraussetzungen für diesen Posten - Kraft, Schnelligkeit, Übersicht. Er hat einen guten Schuss und ist torgefährlich, für mich ist er eine angenehme Überraschung." Brückner wurde auf den Goalgetter bereits vor rund zwei Jahren bei seinen Beobachtungsreisen als tschechischer Teamchef nach Salzburg aufmerksam. "Damals wollte ich Lokvenc sehen, aber es hat immer Janko gespielt."

In Brückners Konzept nimmt der Niederösterreicher eine entscheidende Rolle ein. Er soll nicht nur selbst für Torgefahr sorgen, sondern außerdem an vorderster Front die Bälle sichern, für die nachrückenden Spieler ablegen und damit für eine mögliche Sensation sorgen, auch wenn Brückner nach eigenen Angaben "alle" französischen Spieler fürchtet und den Weltmeister von 1998 als "großen Favoriten" sieht.
(apa/red)