Anleihen von

Frisches Geld
für Republik Österreich

Es werden erneut 1,1 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen

Gebündelte Euro-Scheine © Bild: Thinkstock

Die Republik Österreich wird am kommenden Dienstag zum zweiten Mal in diesem Jahr am internationalen Kapitalmarkt 1,1 Mrd. Euro frisches Geld aufnehmen. Durch die dafür zuständige Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA werden im Auktionsverfahren zwei bereits im Umlauf befindliche Bundesanleihen aufgestockt, geht aus dem Auktionskalender der ÖBFA hervor.

Geplant ist die Aufstockung der knapp zwanzigjährigen 2,40-Prozent-Bundesanleihe 2013-2034/1 und der knapp zehnjährigen 0,25-Prozent-Anleihe 2014-2024/1. Die Konditionen für die Schuldenaufnahme der Republik dürften sich in der kommenden Woche gegenüber der letzten Auktion Anfang Jänner erneut verbessern. Im Jänner betrug das begebene Volumen ebenfalls 1,1 Mrd. Euro. Auch für österreichische Verhältnisse ist das ein sehr geringes Volumen.

Rendite nur mehr bei rund 0,80 Prozent

Die Rendite der zuletzt im September des Vorjahres zu durchschnittlich 1,82 Prozent aufgestockten zwanzigjährige Anleihe lag heute am Sekundärmarkt nur mehr bei rund 0,80 Prozent. Die zehnjährige Anleihe wurde zuletzt im Jänner zu einer durchschnittlichen Rendite von 0,558 Prozent aufgestockt. Am Sekundärmarkt rentiert sie derzeit mit 0,40 Prozent ebenfalls deutlich günstiger. Das genaue Volumen und die Preise für die Anleihen werden bei der Auktion festgelegt.

Österreich benötigt im laufenden Jahr deutlich weniger frisches Kapital. Die ÖBFA plant die Aufnahme von 22 bis 24 Mrd. Euro. Das sind um 20 Prozent weniger als die 29 Mrd. Euro, die 2014 aufgenommen wurden. Der größte Teil der Neuaufnahmen wird für Tilgungen auslaufender Bundesanleihen benötigt.

Volumen der Emissionen rückläufig

Das Volumen der Bundesanleiheemissionen wird von rund 21 Mrd. auf 15 bis 19 Mrd. Euro zurückgehen. Das restliche Volumen von bis zu 5 Mrd. Euro geht in Schatzscheine (T-Bills) oder EMTN (Euro Medium Term Notes). Dabei handelt es sich um mittelfristigen Schuldverschreibungen mit Laufzeiten zwischen ein und zehn Jahren. Die geplante Neuverschuldung entspricht in etwa 2 Prozent der gesamten Kapitalaufnahme der Eurozone.

Auch heuer sind wieder ein bis zwei syndizierte Anleihenemissionen geplant. Mit diesen eher großvolumigen Emissionen werden üblicherweise neue Bundesanleihen geöffnet. Bei den sonst üblichen monatlichen Auktionsterminen werden dagegen bereits im Markt befindliche Bundesanleihen aufgestockt. Neu hinzukommen sollen im kommenden Jahr sogenannte Floating Rate Notes (FRNs) unter österreichischem Recht.

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