Österreich vergreist: Land ohne Kinder

Österreich vergreist: Land ohne Kinder

Immer mehr Paare bleiben kinderlos. In 40 Jahren kommen auf jeden Säugling 39 Pensionisten – mit verheerenden Folgen für das Sozialsystem. Gute Nacht, Lebensabend. Das Pensionssystem in seiner jetzigen Form ist ein Auslaufmodell, der Generationenvertrag scheitert am fehlenden Nachwuchs.

Teure Teppiche, gediegene Gemälde, gut bestückte Bücherborde und ein Ausblick direkt auf Schloss Schönbrunn. Dazu schöne Urlaube, eine
gut gehende Firma und prall gefüllte Auftragsbücher. Es scheint so, als ob Ute Fuchs und ihr Lebensgefährte Mounier Joukhadar im Leben bislang alles richtig gemacht haben. Das Einzige, was dem Paar – nach landläufiger Meinung – vielleicht fehlt, vermissen sie nicht: nämlich Kinder.

Die beiden sind auch nach 28 Jahren Partnerschaft ohne Nachwuchs. Den Verzicht darauf bezeichnet Ute Fuchs als „bewusste Entscheidung, die ich noch keine Sekunde bereut habe“. Dabei ist die heute
52-Jährige ganz und gar keine „Kinderhasserin“. „Ich habe“, erzählt die Werbeagenturleiterin, „zuerst studiert, und auch danach hat mich die Sehnsucht nach Kindern nicht erfasst.“ Selbst als im Bekanntenkreis der Storch immer öfter Station machte, führte er Fuchs nicht in Versuchung – ganz im Gegenteil: „Zuvor selbständige Frauen erlebte ich plötzlich nur noch als Mütter – für mich unvorstellbar.“

53.000 Kinder weniger. Wie Fuchs bleiben immer mehr Frauen hierzulande kinderlos. So richtig ihre Entscheidung gegen Kinder auch erscheinen mag, so verheerend sind doch die Folgen für die Gesellschaft. In Österreich kamen im vergangenen Jahr nur noch 76.820 Kinder zur Welt – das sind um mehr als 53.000 weniger als noch vor vierzig Jahren.

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