Österreich holt bei "Internet-Fitness" auf:
Weltweit Platz 11 dank E-Government-Fokus

Deutschland fällt zurück, asiatische Länder nach vor

Österreich holt bei "Internet-Fitness" auf:
Weltweit Platz 11 dank E-Government-Fokus © Bild: Werk

Österreich liegt im aktuellen Ranking der Economist Intelligence Unit (EIU), einer Forschungsabteilung des britischen Magazins "The Economist", auf der 11. Stelle unter 69 auf ihre Internet-Fitness untersuchten Staaten und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um drei Plätze verbessert. Nummer eins ist erneut Dänemark, gefolgt von den Vereinigten Staaten, Schweden und Hongkong. Als Schlusslichter werden Indonesien, Aserbaidschan und Iran angeführt.

Deutschland ist gegenüber 2006 vom 12. auf den 19. Rang - und damit hinter Österreich -zurückgefallen. Durch das Engagement der Regierungen im Breitbandbereich konnten vor allem die asiatischen Länder stark zulegen, heißt es in der Studie. Neben Hongkong auf Platz 4, haben auch Singapur (6.), Südkorea (16.), Taiwan (17.) und Japan (18.) davon profitiert. Laut der gemeinsam mit IBM erstellten Studie haben sich die Bedingungen für den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) weltweit verbessert. Der weitere Ausbau würde sich deshalb schwieriger gestalten.

Früh und fokussiert nach vorne
Die gute Position Österreichs sei auf den frühen und fokussierten Beginn des heimischen E-Governments - von Finance-Online, über E-Card bis zu den Aktivitäten im Gesundheitsbereich - zurückzuführen, erklärte Dietrich Rössner, Direktor des Öffentlichen Bereichs bei IBM Österreich, in einer Aussendung.

Digitale Kluft schließt sich langsam
"Die weltweite Technologie-Führerschaft ist ein sich schnell bewegendes Ziel. Wer heute das Ranking anführt, darf sich nicht zurücklehnen", heißt in der Studie. Die Aufgabenstellung habe sich verändert. Im Vordergrund stünde nicht mehr, ob eine Internet-Verbindung existiere, sondern wie schnell, sicher und leistbar sie sei. In Westeuropa und Nordamerika koste der langsamste Breitbandzugang derzeit rund ein Prozent des durchschnittlichen monatlichen Haushaltseinkommens, in anderen Regionen maximal zehn Prozent, weshalb sich auch die digitale Kluft langsam schließe. (apa/red)