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Globalisierung: Österreich
auf Rang 6 zurückgefallen

Handelspolitik - Globalisierung: Österreich
auf Rang 6 zurückgefallen © Bild: iStockphoto.com

Österreich bleibt hoch globalisiert, verliert aber geringfügig gegenüber anderen Ländern. Die Globalisierung hat zwar zuletzt zugenommen, dennoch ist das Land im Index der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich auf Rang 6 zurückgefallen. Vor wenigen Jahren gab es noch Platz 4. Weltweit habe die Globalisierung zuletzt nur noch leicht zugenommen, vermerkt die KOF in ihrer Untersuchung.

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Auslöser seien wohl protektionistische Tendenzen in vielen Teilen der Welt. "Auch die soziale Globalisierung kommt kaum noch voran", so die KOF. Zwischen 1990 und 2007 hatte der weltweite Grad der Globalisierung rasant zugenommen, seit der Finanzkrise ist aber der Schwung verloren gegangen. Die heute Mittwoch veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2017, erfassen also noch nicht die aktuellen Handelskonflikte zwischen den USA und China, die ab 2018 zu Strafzöllen geführt haben.

Diese Faktoren werden gemessen

Die KOF misst die Globalisierung der Finanzströme, der Handelsströme und "sozialer" Faktoren wie Tourismus und Patentanmeldungen. Dabei zeige sich, dass die internationalen Finanzflüsse bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen seit einigen Jahren wieder zunehmen. Der globale Handel schwächle hingegen, die internationale Handelsintegration sei seit 2014 gesunken, obwohl sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Welthandel verbessert haben. Im "sozialen" vermerkt die KOF einen stagnierenden Tourismus und Migration und einen Rückgang bei der kulturellen Globalisierung. Die politische Globalisierung nehme hingegen zu.

Schweiz auf Platz 1

Die Schweiz war 2017 wie im Jahr davor das am stärksten globalisierte Land der Welt, vor den Niederlanden und Belgien. Dahinter folgen Schweden, das Vereinigte Königreich, Österreich, Deutschland, Dänemark, Finnland und Frankreich. Kleine Ländern sind grundsätzlich stärker globalisiert als große, wo viel Austausch innerhalb des Landes stattfindet. Das erkläre, warum die größten Volkswirtschaften der Welt eher im Mittelfeld des Globalisierungsrankings zu finden sind.