Österreich ist ein Einwanderungsland: Bei Migrantenanteil im weltweiten Spitzenfeld

Etwa jeder 7. Österreicher hat Migrationshintergrund Anteil am jährlichen Bevölkerungszuwachs sehr hoch

Über 13 Prozent der in Österreich lebenden Menschen sind Zuwander. Damit leben in Österreich - gemessen an der Gesamtbevölkerung - genauso viele im Ausland geborene Einwohner wie in den USA. Das zeigt ein von der Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) präsentierter Migrations-Bericht. Nur in Luxemburg, Australien und in der Schweiz sowie in Kanada liegt der Anteil höher.

Im untersuchten Jahr 2005 bewegte sich die Zuwanderung nach Österreich weiterhin auf hohem Niveau. Die rund 100.000 Zuwanderer machen in Österreich über 90 Prozent des jährlichen Bevölkerungszuwachses aus. Die laut OECD-Bericht wichtigsten Herkunftsländer sind Deutschland (16 Prozent), Serbien und Montenegro (zwölf Prozent) sowie Türkei und Polen (jeweils sieben bis acht Prozent).

Zahl der Asylsuchenden rückläufig
Die Zahl der Asylsuchenden ging von fast 40.000 im Jahr 2002 auf etwa 22.000 im Jahr 2005 aber deutlich zurück. Gemessen an der Gesamtbevölkerung ist die Asylwerberzahl aber immer noch so hoch wie in keinem anderen OECD-Land.

Wichtig sind die Migranten für Wirtschaft und Arbeitsmarkt: So konnte der zusätzliche Arbeitskräftebedarf in den Jahren 1995 bis 2005 nur über Zuwanderung befriedigt werden. Die Anzahl der im Ausland geborenen Beschäftigten hat sich in besagtem Zeitraum um 120.000 auf 544.000 erhöht. Dennoch ist die Arbeitslosenquote bei Zuwanderern deutlich höher als bei Inländern. Auch der Anteil ausländischer Studenten an österreichischen Universitäten liegt mit deutlich über zehn Prozent etwa doppelt so hoch wie der OECD- Durchschnitt.

(apa/red)