Eishockey von

ÖEHV-Cracks werden nach Sauftour
in Sotschi zur Kasse gebeten

Namen der Spieler bleiben ungenannt - Bußgeld geht in die Nachwuchsförderung

ÖEHV-Team bei Olympia in Sotschi © Bild: GEPA pictures/ Mario Kneisl

Das Präsidium des Österreichischen Eishockey-Verbandes hat sich auf einer außerordentlichen Sitzung in Wien mit den "nächtlichen Vorfällen" bei den Winterspielen in Sotschi beschäftigt. Die sieben betroffenen Spieler, deren Namen weiterhin nicht bekannt gegeben werden, müssen einen finanziellen Beitrag zur heimischen Nachwuchsförderung leisten.

Die sieben Spieler hatten zwei Nächte vor dem Playoff-Spiel gegen Slowenien den Sieg gegen Norwegen in Krasnaja Poljana zu ausufernd gefeiert. Laut einer ÖEHV-Aussendung vom Montag werden sie als Konsequenz den Nachwuchs mit einem Betrag, dessen Höhe vom ÖEHV nicht genannt wird, unterstützen. Die Geldmittel werden an das in Wien stationierte Nachwuchsprojekt ENZO (Verbindung von Schule und Sport) fließen.

War vom Verband in Sotschi noch angekündigt worden, die Namen der betroffenen Spieler würden genannt werden, so entschied das Präsidium nach einer Abstimmung nun anders. "Das Präsidium hat eine demokratische Entscheidung getroffen, die Namen nicht zu nennen", wurde Präsident Dieter Kalt in der Pressemitteilung zitiert.

Nächstes Großereignis steht vor der Tür

In der Diskussion darüber wären sportliche und Marketingfragen im Vordergrund gestanden. "Am Ende des Tages war die Mehrheit für die Nicht-Veröffentlichung. Natürlich wurde bei dieser Entscheidung auch der Aspekt berücksichtigt, dass Österreich bereits in wenigen Wochen an der Weltmeisterschaft in Südkorea teilnimmt", erklärte Kalt.

Als Folge des Vorfalls übernimmt Sportdirektor Alpo Suhonen bis zur Weltmeisterschaft (das erste Trainingslager beginnt am 24.3.) als General Manager die Letztverantwortung für das Nationalteam. Durch Steigerung der Professionalität in der Betreuung des Nationalteams sollen laut ÖEHV ähnliche Verfehlungen einzelner Teammitglieder künftig hintangehalten werden.

Alpo Suhonen mit erhobenem Zeigefinger
© GEPA pictures/ Wolfgang Jannach Suhonen trägt Letztverantwortung

Kalt und Brandner steigen auf

Eine Änderung im Bereich des Nationalteams gibt es in der Position des Assistant Coaches: Christian Weber steht aufgrund seiner Tätigkeit in der Schweiz nicht mehr zur Verfügung. An seiner Stelle werden bei der WM die Ex-Spieler Dieter Kalt jun. und Christoph Brandner in den Betreuerstab aufgenommen, um erste Erfahrungen für zukünftige Aufgaben zu sammeln, teilte der ÖEHV mit.

Als Vorbereitung auf die WM (ab 20. 4. in Goyang/Südkorea) wird das Nationalteam auch zwei Testspiele bestreiten. Die Gegner sind Slowenien (10.4. in Wien) und Ungarn (12.4. in Budapest

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