Österreich von

18 Jahre Asylwerber

"Haarsträubend" lange Wartezeit. Mann aus Bangladesch zog nun seinen Antrag zurück.

Ein Asylbewerber im Ute-Bock-Haus in Wien. © Bild: APA/Herbert Neubauer

Der Fall eines Asylwerbers aus Bangladesch, der seit 18 Jahren auf eine Entscheidung in seinem Verfahren gewartet haben soll, ist abgeschlossen. Der Mann habe seinen Asylantrag vor kurzem zurückgezogen und stattdessen humanitären Aufenthalt beantragt - der ihm gewährt wurde, bestätigte das Bundesverwaltungsgericht einen Bericht des Ö1-"Morgenjournals".

Der Mann aus Bangladesch weilt seit 1996 in Österreich und habe bisher als Asylwerber Zeitungen in einem Pensionistenheim verkauft. Nun könne er legal arbeiten, sich eine Existenz aufbauen und reisen, hieß es. Für seinen Anwalt fällt es schwer zu sagen "Schwamm drüber, Ende gut, alles gut", denn über die Asylfrage sei nicht entschieden worden. Dies sei daher "kein voller Erfolg".

"Sehr bedauerlicher Einzelfall"

Im Bundesverwaltungsgericht sprach man gegenüber der APA von einem " sehr bedauerlichen Einzelfall". Aufgrund des hohen Grads an Integration habe der Mann humanitäres Bleiberecht bekommen, der Fall sei nun abgeschlossen.