ÖLV-Team für Leichtathletik-EM steht: Österreich mit sechs Startern nach England

800-m-Läufer Rapatz schafft Sprung ins Team EM-Teilnehmer am Schlusstag der ÖM gut in Form

Unmittelbar nach dem Ende der Leichtathletik-Hallenstaatsmeisterschaften hat der ÖLV sein Aufgebot für die Hallen-Europameisterschaften in Birmingham (2.-4. März) nominiert. Zusätzlich zu den fünf frühzeitig qualifizierten Athleten - Bettina Müller-Weissina (60 m), Elmar Lichtenegger (60 m Hürden), Martin Steinbauer (3.000 m), Günther Weidlinger (3.000 m) und Clemens Zeller (400 m) - wurde auch noch der 20-jährige 800-m-Läufer Andreas Rapatz ins Team berufen.

"Rapatz hat zweimal in der Saison das EM-Limit von 1:49,00 Minuten nur sehr knapp verfehlt. Er ist ein junger Athlet und hat eine aufsteigende Leistungsentwicklung gezeigt. Es ist für seine weitere Entwicklung wichtig, dass er internationale Erfahrung sammeln kann", begründete ÖLV-Sportdirektor Hannes Gruber die Entscheidung. Ursprünglich hatte der ÖLV angekündigt, nur Athleten mit erbrachtem Limit nach Birmingham mitzunehmen.

Am Schlusstag der Meisterschaften in der Linzer Intersportarena präsentierten sich Österreichs EM-Hoffnungen schon gut in Form. Steinbauer (LCC Wien) stellte bei seinem Sieg über 1.500 m in 3:49,19 Minuten eine neue persönliche Bestzeit auf. "Ich wollte ein schnelles Temporennen in Hinblick auf die Europameisterschaft und habe voll durchgezogen. Dieser Test ist sehr gut gelungen", zog der Sportstudent im Ziel ein positives Resümee.

Lichtenegger (Dr. Auer AC Völkermarkt) durfte sich über 60 m Hürden neben seiner persönlichen Saisonbestleistung im Vorlauf (7,73 Sek.) auch über den Meistertitel freuen. Im Finallauf (7,75 Sek.) hätte sich der Klagenfurter aber mehr erwartet. "Ich habe mich gezielt für diese Hallensaison vorbereitet, daher ärgere ich mich über kleine Fehler, die ich jedes Mal mache. Bis Birmingham soll es besser werden."

Zeller (ULV Krems) feierte über 400 m in 47,77 Sekunden einen klaren Erfolg und kürte sich damit zum Doppelstaatsmeister. "Die Form ist in Ordnung", meinte der 200-m-Gewinner vom Vortag. Daniela Wöckinger (ULC Linz) und Victoria Schreibeis (DSG Wien) lieferten sich über 60 m Hürden ein spannendes Duell, das die Linzerin in 8,33 Sekunden mit 7/100 Vorsprung für sich entschied. Beide Athletinnen schafften zwar persönliche Saisonbestzeiten, das EM-Limit (8,25) blieb aber außer Reichweite. Auch Sprinterin Karin Mayr-Krifka fährt nach ihrem Comeback nicht zur EM.

(apa/red)