Ölpest hätte verhindert werden können: Laut Experten Folge vermeidbarer Fehler

Firmen setzten auf Risiko, um Zeit & Geld zu sparen "Ohne Reformen, können Fehler wieder passieren"

Ölpest hätte verhindert werden können: Laut Experten Folge vermeidbarer Fehler © Bild: Reuters

Die Ölpest im Golf von Mexiko war die Folge von vermeidbaren Fehlern der an der Bohrung beteiligten Unternehmen und Aufsichtsbehörden. Zu diesem Schluss kommt nach US-Medienberichten ein von Präsident Obama eingesetztes unabhängiges Expertengremium zur Untersuchung der größten Umweltkatastrophe der USA.

Demnach resultierten die Fehler zumeist aus Entscheidungen der Firmen, mit denen Zeit- und Kosten eingespart werden sollten. Und solche Fehler könnten wieder passieren, warnen die Experten. Das Desaster hatte am 20. April vergangenen Jahres vor der Küste des US-Staates Louisiana mit der Explosion der Bohrplattform "Deepwater Horizon" begonnen. 780 Millionen Liter Rohöl flossen ins Meer.

Gefährliche und zeitsparende Schritte
Die Kommission will ihren kompletten Untersuchungsbericht in der kommenden Woche veröffentlichen, ein Kapitel wurde nun im Voraus publik. Demnach unternahmen der britische Ölkonzern BP, das Schweizer Unternehmen Transocean und US-Firma Halliburton eine Reihe von gefährlichen und zeitsparenden Schritten, ohne die Risiken in Betracht zu ziehen. Vertreter der Unternehmen hätten vor kritischen Entscheidungen auch nicht genügend miteinander kommuniziert, berichtete die "New York Times".

Die Fehler lägen im System, heißt es im Expertenbericht. "Ohne erhebliche Reformen sowohl im Vorgehen der Industrie wie auch bei der Regierungspolitik könnten sie sehr gut wieder passieren."

(apa/red)

Kommentare

Wendepunkt 1973 Hätte der Westen 1973 nach der 1. Ölkrise so weitreichende Beschlüsse gefällt wie China 1992, dann wäre heute der Ölbedarf soweit zurück gegangen, daß sich aufwendige Tiefseeborhungen einfach nicht rechnen würden.

Der größte Teil der Mobilität wäre elektrisch. Den Umstieg hätte man mit einen Umbau des Steuersystems bwältigen können. Statt Arbeit Ressourcen besteuern
http://politik.pege.org/2010-manifest/

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