OEHV-Team bezog Niederlage, die aber Mut macht: 'Für 1. Spiel nicht schlecht', so Boni

Niveauunterschied war nicht wirklich zu erkennen Gegen Russland weiter an Top-Niveau anspassen

OEHV-Team bezog Niederlage, die aber Mut macht: 'Für 1. Spiel nicht schlecht', so Boni

Der Auftrag ist klar formuliert: Respekt ablegen und mitspielen. Auch gegen Top-Teams. Die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft hat das im Länderspiel gegen die Slowakei umgesetzt, beim 1:3 aber auch erkennen lassen, woran man noch bis zum Beginn der Weltmeisterschaft (27. April bis 13. Mai) in Moskau arbeiten muss.

In den Testspielen gegen Lettland in Wien in Moskau gegen WM-Gastgeber Russland wollen sich die Österreicher weiter an das Top-Niveau anpassen.

Im dritten Saisonspiel mit der Slowakei setzte es für die ÖEHV-Auswahl die dritte Niederlage, dennoch resümierte Teamchef Jim Boni ziemlich zufrieden. Denn ein Niveauunterschied zwischen dem Aufsteiger und dem Weltmeister von 2002 war spielerisch und eisläuferisch nicht wirklich zu erkennen. Punkto Cleverness und Chancenauswertung zeigten die Slowaken aber Klasse.

"Ich habe eine österreichische Mannschaft gesehen, die sich nicht versteckt hat, die offen mitgespielt hat", erklärte Boni, der erstmals seinen WM-Kader zur Verfügung hatte. "Das Spiel war für uns wahnsinnig schnell. Das Tempo ist viel höher als in der Liga. Aber wir haben versucht, Druck zu machen. Es war ein super Test, für das erste Spiel nicht so schlecht", so der Teamchef. Auch mit Torhüter Bernd Brückler, der sich in Moskau wahrscheinlich mit Reinhard Divis im Tor abwechseln wird, war der Coach zufrieden.

Mit Blick auf den Auftaktgegner USA, der bereits einen 18 Mann-Kader mit 17 NHL-Spielern bekannt gegeben hat, erwartet er sich eine weitere Steigerung an Tempo und Niveau. Abstimmungsprobleme in der Defensive und Eingewöhnungsprobleme, die Boni geortet hat, sollten passé sein. Zudem erhofft er eine bessere Verwertung der Torchancen, die sogar gegen die Slowakei häufig und hochkarätig waren. Den Treffer erzielte Matthias Trattnig, in dem er einen Schuss von Andre Lakos abfälschte. "Du bekommst nicht so viele Chancen. Solche Tore müssen wir in Zukunft einige machen", sagt Boni, der Effizienz, nicht Schönheit einfordert.

Kapitän Dieter Kalt sah ebenfalls gute Ansätze und Potenzial für Verbesserungen. "Wir müssen vorne die Chancen nützen. Das Tempo und der Kampfgeist waren gut, aber einige Sachen haben noch nicht gepasst. Vor dem Gegentor zum 0:2 hatten wir vorne eine Chance, so etwas entschiedet eine Partie. Die Tore haben das Spielbild verzerrt", erklärte der Stürmer. "Das sind Spiele, die wir brauchen. Einen Gegner, der solche Fehler aufzeigt und ausnützt", sieht er die Partie als Lernprozess.

(apa/red)