ÖHB-Frauen verlieren gegen Frankreich:
Jetzt geht's bei WM nur noch um Platz 9

Französinnen nach 35:20-Triumph im Halbfinale Österreicherinnen hoffen auf positiven Ausklang

ÖHB-Frauen verlieren gegen Frankreich:
Jetzt geht's bei WM nur noch um Platz 9 © Bild: APA/EPA

Österreichs verjüngter, bisher so wacker kämpfender Handball-Auswahl ist im siebenten Spiel der 19. Frauen-WM in China Kraft und Konzentration ausgegangen. Die Truppe von ÖHB-Teamchef Herbert Müller musste sich in Yangzhou Frankreich deutlich 20:35 geschlagen geben, spielt aber am Donnerstag in Suzhou als Fünfter des Pools I gegen Ungarn um den neunten Endrang.

Gelingt zum Ausklang der vierte Sieg im achten WM-Spiel, würde Rot-Weiß-Rot so gut wie schon lange nicht abschneiden. Den neunten Platz in einem großen Turnier hat es zuletzt 2002 bei der EM-Endrunde in Dänemark gegeben. Engel und Co., die Österreich zur 19. Teilnahme an einem EM- (bisher acht) oder WM-Turnier (elf) in Folge verholfen hatten, haben erstmals seit 2006 (EM in Schweden) die Hauptrunde der besten Zwölf erreicht.

Auf verlorenem Posten
Gegen die aggressiveren Französinnen standen die Österreicherinnen, deren fünfter Platz in der Gruppe I schon vorher durch den im Finish fixierten deutschen Sieg (25:21) gegen Angola festgestanden war, auf verlorenem Posten. Der Gegner war einfach in allen Belangen dominant, besser und nützte gegen die statisch wirkende ÖHB-Deckung fast jede Chance eiskalt aus.

Der Schlager im Halbfinale am Donnerstag heißt Titelverteidiger Russland gegen Olympiasieger Norwegen, womit es zu einer Neuauflage der Endspielpaarungen von 2007 in Frankreich (WM) und 2008 in China (Olympia) kommt. Die Osteuropäer schlugen den früheren Triple-Olympiasieger Dänemark dank einer starken zweiten Hälfte 30:25 (13:12).

Die Norwegerinnen, ihres Zeichens auch regierender Europameister, kämpften Spanien, den EM-Zweiten von 2008, in einem furiosen Finish 27:24 (8:14) nieder und holten sich noch den ersten Platz. Frankreich schaffte durch den klaren 35:20-Sieg über Österreich den Aufstieg, der kommende Halbfinalgegner Spanien kam als Zweiter in Gruppe II hinter Norwegen weiter.

(apa/red)