ÖGB-Mitgliederverlust auch '05 fortgesetzt: Rund 19.000 Gewerkschaftler weniger!

Größter Schwund bei den Gemeindebediensteten

Der ÖGB hat auch im Vorjahr wieder Mitglieder verloren. Nach Zeitungs-Angaben waren es zumindest 19.160. Den größten Mitgliederschwund hatte die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten zu verzeichnen (minus 6.923). Einen Zuwachs gab es bei Privatanstellten- (702) und Beamtengewerkschaft (371). Keine Zahlen gibt es vorerst für die Postgewerkschaft, die Drucker-Gewerkschaft und die KMSfB, die unter anderem für Künstler und Sportler zuständig ist.

Die größte der 13 Teilgewerkschaften des ÖGB ist nach wie vor die Privatangestelltengewerkschaft GPA (277.015 Mitglieder, plus 702) vor der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (229.879, plus 371) und den Metallern (202.477, minus 748). Dahinter kommen die Gemeindebediensteten, deren Rückgang um 6.923 auf 163.222 Mitglieder in der "Presse" unter anderem mit der Ausgliederung von Spitälern und den damit verbundenen Umschichtungen zur Beamtengewerkschaft begründet wird.

Ebenfalls hohe Verluste haben die Gewerkschaft Bau/Holz (141.240, minus 5.076), die Eisenbahner (87.448, minus 2.801) und die Tourismusgewerkschaft HGPD (46.169, minus 1.153) hinnehmen müssen - ebenso die Agrar-Gewerkschaft (34.194, minus 1.814) sowie die Handels- und Transportgewerkschaft HTV (32.984, minus 1.058). Die Chemiearbeiter verloren 660 Mitglieder und stehen nun bei 31.250. Keine Zahlen gibt es vorerst für die Postgewerkschaft, die Ende 2004 64.533 Mitglieder hatte, sowie für Drucker (17.320) und KMSfB (11.048). (apa)