Öffentlicher Dienst von

Gegen Aufnahmestopp bei Beamten

Neugebauer und Prammer erteilen Spindeleggers Vorhaben eine Absage

Öffentlicher Dienst - Gegen Aufnahmestopp bei Beamten © Bild: APA/Jäger

Der von Vizekanzler Michael Spindelegger angedachte Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst wird so wohl nicht kommen. Sowohl sein Parteifreund Beamtenchef Fritz Neugebauer als auch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer erteilten dem Vorhaben des ÖVP-Obmanns eine Absage.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) meinte im Ö1-"Morgenjournal", die Regierung werde wohl nicht wollen, dass die hohe Qualität des Rechtsstaats in den Graben geführt werde. Prammer wiederum hält in der Tageszeitung "Österreich" einen generellen Aufnahmestopp schlicht für "unmöglich".

Gar keine Aufnahmen für Prammer nicht denkbar
Die Parlamentschefin konzediert, dass man mit den Planstellen vorsichtig sein müsse. Gar keine Aufnahmen mehr durchzuführen ist für sie aber nicht denkbar:"Ich kann doch nicht für eine Juristenstellen einen Tischler nehmen."

Für Neugebauer "nicht nachvollziehbar"
Auch für Neugebauer ist der Vorstoß Spindeleggers "nicht nachvollziehbar". Das werde "so nicht haltbar sein", verweist er etwa auf den Pflegebereich, in dem kein Abbau möglich sein werde. Immerhin signalisiert der GÖD-Chef aber Verhandlungsbereitschaft. In Gesprächen mit der Regierung könne geprüft werden, ob noch ein weiterer Personalabbau in bestimmen Bereichen möglich sei.

Spindelegger selbst kommt den Kritikern bereits einen Schritt entgegen. Neben dem Sicherheitsbereich, den er ohnehin von Anfang an ausnehmen wollte, will er nun auch an einer "Sonderregelung" für die Lehrer arbeiten, erklärt das Büro des Vizekanzlers der "Presse".

Kommentare

galileo2

die Häuptlinge werden immer mehr. Ein generelles Problem ist beim Staat, die Häuptlinge werden immer mehr, während die Indianer immer weniger werden. Die Indianer, müssen immer mehr leisten, wegen dem Personalabbau, während die Häuptlinge nur anschaffen. So geht’s doch wirklich nicht.

Aufnahmestopp Wenn man diesen Staat wirklich ernsthaft und sinnvol reformieren will, dann muss erst der Herr Neugebauer entsorgt werden und zwar in den endgültigen Ruhestand. Der sitzt mit seinem fetten Hintern im Parlament und hebt brav sein Händchen wenn über das Budget abgestimmt wird. Genau das ist der ja Abgeordneter. Und wenn es dann um die Beamtengehälter geht, da setzt er dann seinen Gewerkschaftshut auf und ist plötzlich Vertreter der Gegenseite. Für mich ist das ein absolut untragbarer Interessenskonflikt der endlich abgestellt gehört. Gibt es niemanden in dieser saublöden Regierung der diesen Betonierer und Blockierer endlich entmachten kann ?

Einsparungsvorschlag Ein wichtiger Teil des Sparpakets wäre zuerst einmal die Einsparung des Herrn Altgebauer.
Mit solchen Leuten wird man in Österreich nie irgendeine Reform zustande bringen, es sei denn, die Regierung lässt sich nicht mehr von solchen unbelehrbaren, egomanischen "Betonschädeln" in Geiselhaft nehmen.

Aufnahmestopp Prammers Kommentar bezüglich \'Tischler statt Juristen\' ist mindestens so entbehrlich wie Neugebauers Unfähigkeit der Nachvollziehbarkeit eines solchen Vorschlages. Eine hohe Anzahl an Beamten oder VBs ist kein Kriterium für eine effiziente Führung und hohe Qualität des Rechtsstaates. Im Gegenteil, denn zuviele Köche verderben bekanntlich den Brei. Es ist aber auch klar, dass Einsparungen auch nur umsetzbar sind wenn parallel dazu die Geschäftsgebahrung vereinfacht wird. Solange es noch Aktenträger von einem Beamtenzimmer zum anderen braucht weil der Arbeitsablauf nicht vorher strukturiert und vereinfacht worden ist, solange sind derartige Einsparungsvorschläge für die Katz.

Aufnahmestop Die offene Frage beim Aufnahmestop: Geht es um Beamte oder um den öffentlichen Bereich?

Was ist mit Vertragsbediensten?

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundesobmann der
Freiheitlichen Christen Österreichs (FCÖ)
http://jachwe.wordpress.com
http://freiheitlichechristen.gnx.at

Auch ein Tischler kann Jurist sein 1) Also, alle Tischler die im zweiten Bildungsweg ein Jus-Studium abgelegt haben, macht auf euch aufmerksam.

2) Natürlich wird Herr Neugebauer sich wehren; es geht um sein Geld. Weniger Beamte, weniger Mitglieder, weniger Geld im Säckle.

Nein; man kann und darf nicht alle Beamten verleumden. Ich kenne einige die hervorragende und ambitionierte Arbeit leisten. In bestimmten Bereichen müssen die Beamten geschützt werden. Aber sicher nicht an jeder Planstelle.

Das die öffentliche Hand sparen muss, ist ei Faktum; Wo kann sie zuerst sparen? Über all dort, wo jeder private Unternehmer in Problemzeiten ebenfalls sparen muss: Bei den Mitarbeitern. So leid mir das tut. Es ist aber so.

Rund 80% Staatsverschuldung sind für Einige noch zu wenig für Massnahmen Aber keine Sorge, die Zeit arbeitet unabhängig von einem Herrn Neugebauer und einer Frau Prammer. Es wird der Tag kommen an dem das Geld für die Hälfte der derzeitigen Beschäftigten im öffentlichen Dienst nicht mehr da ist. Und auch der immer wieder zitierte Pflegebereich wird sich eines Tages in Luft auflösen, einfach weil ihn sich dieses Land nicht mehr leisten kann.

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