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Ohne Alaba und Fuchs gegen Wales?

Die beiden Schlüsselspieler sind für das erste Länderspiel des Jahres fraglich

Marcel Koller leitet ein ÖFB-Training © Bild: GEPA pictures/ Martin Hoermandinger

Der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft droht im Testspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/live ORF eins) in Swansea gegen Wales der Ausfall zweier Schlüsselspieler. David Alaba und Christian Fuchs kämpfen derzeit mit Muskelproblemen und sind für das erste Länderspiel des Jahres fraglich. "Ihr Einsatz wird sich vielleicht erst kurz vor dem Match entscheiden", erklärte Teamchef Marcel Koller nach der ersten Einheit am Montagvormittag. Bei diesem Training fehlten auch noch Marc Janko und György Garics - das Duo traf erst Montagmittag im ÖFB-Camp ein. Die Abendeinheit machten Fuchs und Alaba allerdings voll mit.

Auch aufgrund der unsicheren Personalsituation ließ sich Koller in punkto Aufstellung nicht in die Karten blicken. "Man kann nicht davon ausgehen, dass die Mannschaft, die gegen Wales spielt, auch im März in der WM-Qualifikation gegen Irland spielt", betonte der Schweizer und hob einmal mehr hervor, dass Spielpraxis beim Club nicht unbedingt ein Kriterium für einen Platz in der Startformation ist. "Ich werde mich hüten zu sagen, jeder muss bei seinem Club spielen, damit er im Nationalteam dabei sei kann. Das Fußballspielen verlernt man ja nicht, und wenn man beim Verein nicht spielt, brennt man umso mehr, in der Nationalmannschaft zu spielen."

Manninger kein Thema

Mit Spielpraxis auf höchstem Niveau kann derzeit Alexander Manninger aufwarten, dennoch wird der Salzburger wohl kein Team-Comeback mehr geben. "Er ist im Moment kein Thema, er hat ja seinen Nationalteam-Rücktritt erklärt", sagte Koller. "Wir haben einen Stamm, der sehr gut spielt und mit dem wir zufrieden sind."

Dieser Stamm absolviert gegen Wales die Generalprobe für den Auftritt am 26. März in Dublin gegen Irland, auch wenn beide Auswahlen laut Koller nur bedingt miteinander vergleichbar sind. "In Irland wird es anders sein, weil es dort um die Wurst geht. Außerdem waren die Iren bei der EM dabei und haben mehr Qualität", meinte der 52-Jährige.

Gareth Bale Superstar

Über einen Spieler von der Kategorie eines Gareth Bale verfügen die Iren allerdings nicht. "Er ist sicher der Schlüsselspieler von Wales. Es wird wichtig sein, dass wir ihn zustellen können", sagte Koller. Die Sturmläufe des Tottenham-Stars sind aber nicht die einzige Stärke der Waliser. "Sie spielen nicht nur 'kick and rush', sondern versuchen auch, Fußball zu spielen und haben in der Defensive zwei kompakte Linien, die eng stehen. Da müssen wir versuchen, eine Lücke zu finden."

Das außergewöhnliche Talent des 23-Jährigen blieb schon dessen Turnlehrer nicht verborgen, der für Bale eigene Regeln aufstellte. Weil der Linksfuß seinen Klassenkameraden dermaßen überlegen war, durfte er den Ball nur mit seinem schwächeren rechten Fuß berühren. Doch nicht nur im Fußball ragte Bale an der Whitchurch High School von Cardiff heraus - die 100 Meter lief der Tottenham-Kicker schon als 14-Jähriger in 11,4 Sekunden.

Positive ÖFB-Bilanz

Vor dem Duell am Mittwoch weist das ÖFB-Team eine klar positive Bilanz gegen die "roten Drachen" auf. Die bisherigen sieben Kräftemessen brachten aus Sicht der ÖFB-Auswahl fünf Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage (Torverhältnis 10:4).

In den beiden jüngsten Partien in der Qualifikation für die WM 2006 behielten die Österreicher die Oberhand. Beim 2:0 in Cardiff am 26. März 2005 bot Rot-Weiß-Rot eine starke Leistung, vier Tage später folgte in Wien ein äußerst schmeichelhaftes 1:0 über die aktuelle Nummer 81 der FIFA-Weltrangliste (Österreich ist 68.).

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