ÖFB-Teamchef von

Der neue Teamchef verreist

Willi Ruttensteiner gönnt sich als Interims-Trainer einen Ausflug zum FC Basel

ÖFB-Teamchef - Der neue Teamchef verreist © Bild: GEPA/Walgram

Willi Ruttensteiner ist noch nicht einmal 24 Stunden im Interims-Amt und schon auf seiner Dienstreise. Der vorübergehende Übungsleiter des ÖFB-Nationalteams jettet nach Basel, um dort Aleksandar Dragovic auf die Beine zu schauen. Der Innenverteidiger spielt dort in der Champions League gegen Otelul Galati aus Rumänien.

"Ich habe ihn schon länger nicht in einem schweren Spiel gesehen", begründete Ruttensteiner im Interview mit der Austria Presse Agentur. Dass der Sportdirektor wie im Oktober 2005 nach der Ära von Hans Krankl in England (0:1) und daheim (2:0) gegen Nordirland wieder zum Interimscoach - diesmal aber nicht mit Andreas Herzog gemeinsam - bestellt wurde, war für Ruttensteiner nicht überraschend gekommen. Ein Sportdirektor sei dazu da, sporadisch einzuspringen, wenn es im Unternehmen notwendig sei.

Dass Constantini schon am Dienstagnachmittag vorzeitig ging und nicht wie geplant erst nach den Länderspielen in Aserbaidschan und Kasachstan, war für ihn nach einem Telefonat mit dem Tiroler absehbar gewesen. "Didi hat mich am Wochenende angerufen und wollte mit mir Spielerbeobachtungen besprechen. Dabei hat er angedeutet, dass er mit Präsident Leo Windtner sprechen wollte. Von da an habe ich vermutet, dass er die zwei Spiele nicht mehr machen will und eine einvernehmliche Lösung anstrebt", erzählte Ruttensteiner.

Das Vier-Augen-Gespräch Windtner - Constantini fand dann am Dienstag statt. "Es verlief sehr amikal und fair. Die einvernehmliche Lösung ist in dieser Situation das Beste. Der Präsident hat Größe gezeigt. Beide sind zufrieden", meinte der Sportdirektor.

Ruttensteiner lobt Constantini
Ruttensteiner glaubt, dass sich der ÖFB und Constantini im Guten getrennt haben. Er ließ über den Tiroler kein schlechtes Wort kommen, sondern lobte ihn. "Er hat eine gute Arbeit abgeliefert, hat sehr viel Herzblut in seine Aufgabe reingelegt und viel Engagement gezeigt", sagte er über den 56-Jährigen, von dem er viel gelernt habe. In der Frage des neuen Teamchefs, der am 15. November in der Ukraine sein Debüt geben soll, hielt sich der Sportdirektor hingegen zurück. Das sei Chefsache.