ÖFB-Teamchef von

Constantini ist weg

Knalleffekt: ÖFB-Vertrag mit Teamchef Dietmar Constantini per sofort aufgelöst

ÖFB-Teamchef - Constantini ist weg © Bild: GEPA/Hörmandinger

Dietmar Constantini ist von seinem Amt als Trainer des österreichischen Nationalteams mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Das teilte der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) in einer Aussendung mit. Ursprünglich hätte der 56-jährige Tiroler trotz gescheiterter EM-Qualifikation noch die zwei ausstehenden Auswärtspartien gegen Aserbaidschan und Kasachstan (7. und 11. Oktober) absolvieren sollen, diese Aufgabe wird nun interimistisch Sportdirektor Willi Ruttensteiner mit dem bestehenden ÖFB-Betreuerstab übernehmen.

Constantini, der Rot-Weiß-Rot seit April 2009 betreut hatte (23 Spiele - 7 Siege, 3 Remis, 13 Niederlagen, Torverhältnis 30:42), habe ÖFB-Präsident Leo Windtner in einem persönlichen Gespräch um die vorzeitige Auflösung seines bis Jahresende datierten Vertrages gebeten. "Die Entscheidung von Constantini ist zur Kenntnis zu nehmen, und es wird daher seinem Ersuchen Rechnung getragen", erklärte Windtner.

Der Präsident dankte dem glücklosen Tiroler. "Obwohl wir die gesetzten Ergebnisziele nicht erreicht haben, hat er frischen Wind gebracht und viele junge Spieler für das A-Team entwickelt. Er hat aber insbesondere alle Energie und viel Herz in seine Funktion als Teamchef gelegt", betonte der Oberösterreicher. Seine Entscheidung, Constantinis auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, ihn aber trotz des Aus' in der Quali für die EM 2012 in Polen und der Ukraine die zwei letzten Partien noch auf die Bank zu setzen, hatte Windtner in der Vorwoche mediale Kritik eingebracht.

"Es war eine schöne Zeit"
Constantini selbst, der mit Fortdauer seiner Amtszeit immer weniger Enthusiasmus versprühte, wollte nicht im Zorn zurückblicken. "Es war eine schöne Zeit als österreichischer Teamchef, am meisten freut mich, dass wir eine Begeisterung bei den heimischen Fans rund um das Nationalteam auslösen konnten, die für mich meine Ära auszeichnen wird", sagte Constantini zu seinem Abschied.

Ruttensteiner gibt damit nach genau sechs Jahren ein Comeback. Der 48-Jährige, der bereit seit 1999 im ÖFB tätig ist und seit 2001 als Sportdirektor fungiert, hatte die Auswahl bereits im Oktober 2005 nach dem Abgang von Hans Krankl für zwei Spiele gemeinsam mit dem Rekordinternationalen Andreas Herzog interimistisch betreut. Der Oberösterreicher erntete damals nach guten Darbietungen in den WM-Qualifikationsspielen gegen England (0:1) und Nordirland (2:0) Lob und Anerkennung für seine Arbeit.

Verbleib keine Option
Im ORF-TV schloss Ruttensteiner aus, über die beiden abschließenden EM-Quali-Spiele hinaus den Teamchef-Posten zu bekleiden: "Das ist keine Option, meine Position ist die des Sportdirektors."

"Die getroffene Interimslösung soll einerseits die notwendige Kontinuität sichern und andererseits gewährleisten, dass die verbleibenden zwei Qualifikationsspiele mit professioneller Betreuung über die Bühne gebracht werden können", ließ der ÖFB wissen. Nun habe die Suche und Bestellung eines neuen Teamchefs oberste Priorität. Wer auf Ruttensteiner folgt, ist weiterhin offen. Die heißeste in den Medien gehandelte Aktie ist Franco Foda, der aktuelle Trainer von Meister Sturm Graz.

Kommentare

Rolle des Teamchefs überbewertet Die Rolle des Teamchefs ist überbewertet. Ein Vereinstrainer kann in der täglichen Arbeit auf dem Platz etwas bewiken. Was bitte kann der Teamchef machen? Er hat die Spieler ein paar tage vor einem Spiel versammelt. Die Taktik kann er vorgeben. 2 Stürmer oder 5 Mittelfeldspieler. Ob der eine oder der andere an jenem Tag aber besser spielen wird kann er auch nicht wissen.
Wir haben derzeit viele Legionäre, ok. Hans K. schwärmt in seinen Kommentaren oft von der besten Truppe seit Jahren. Aber welche Rolle spielen diese Legionäre bei ihren Vereinen? Wenn es, wie zu Zeiten Krankl und Polster überall nur 3 Legionäre Spielberechtigt wären, würd ich mir anschauen wie viele von unseren Wunderkicker den Sprung in eine Topliga geschafft hätten.
Es muß einer Teamchef sein, klar, aber es ist egal wer!

Danke! An Constatini für das Himmelfahrtskomando!
Super Arbeit, er hat ein Team geformt! (vorher war es ja ein chaotischer Haufen!)

christian95 melden

Eine Mannschaft die auf Platz 80 liegt, hat weder bei einer EM noch bei einer WM etwas zu suchen!

Mit Constantini wurde der Falsche gefeuert!

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Re: Eine Mannschaft die auf Platz 80 liegt, Meie Meinung!!!!!!

comsicomsa melden

morituri e salutant.... mit constantini ist - endlich! - die eine pfeife gegangen und wenn foda kommen sollte, die nächste pfeife da,der typ kann doch auch nichts!

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Re: morituri e salutant.... Du bist sicher für einen Daum oder so, oder vielleicht Polster,schlaf weiter........

geronimo75 melden

Danke Didi D Constantini war kein Mann der grossen Worte, er war auch kein Mann der Wiener Lobby im ÖFB, aber er war ein ehrlicher Arbeiter, der niemandem etwas vormachte und auch strikt seinen Weg ging. Dieser Weg hiess Altersreduzierung der ÖFB Auswahl. Nicht jeder Trainer würde das wagen, allein schon deshalb nicht, weil das Zeit abverlangt, die manch ein größenwahnsinniger Österreicher einfach nicht geben möchte. D Constantini zu Deinem Wohl sag ich "Gott sei Dank kannst Du gehen und sparst Dir weitere unnötige Troubles." Wollen wir mal sehen welcher Trainer als nächstes scheitert.

AdLa melden

Re: Danke Didi Sie sprechen mir aus dem Herzen, auch der nächste Trainer (schade wenn es Foda wäre) wird keine Zeit bekommen um ein Team aufzubauen, und ist somit im vorhinein zum Scheitern verurteilt.

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Re: Danke Didi Kann dir nur recht geben

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