ÖFB-Stürmer Roman Kienast entschlossen:
"Wir können Deutschen eins auswischen"

Säumel:"Macht momentan Spaß fürs Team zu spielen" Beide Spieler beim Polen-Match nur mit Kurzeinsätzen

ÖFB-Stürmer Roman Kienast entschlossen:
"Wir können Deutschen eins auswischen" © Bild: APA/Jäger

Stürmer Roman Kienast und Mittelfeld-Akteur Jürgen Säumel mussten sich beim 1:1 der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft im zweiten EM-Spiel gegen Polen mit Kurzeinsätzen zufriedengeben. Die Aussicht auf einen Auftritt im entscheidenden dritten Gruppenspiel gegen Deutschland lässt beide freilich doppelt hoffen.

"Deutschland hat sicher den größeren Druck", war sich Kienast sicher. "Wir haben es jetzt in unserer eigenen Hand. Wir können ihnen jetzt eins auswischen, weil die sonst eigentlich immer auf uns draufhauen. Wir sind topmotiviert und wir wollen Cordoba vergessen machen."

Angesichts der enttäuschenden Chancenauswertung in den bisherigen Spielen gab sich der Norwegen-Legionär fast philosophisch: "Es gibt auch Zeiten und Tage, wo du alles triffst und nicht weißt, warum. Aber wir haben super Chancen herausgespielt, und vielleicht nützen wir sie gegen Deutschland." Dass die Truppe von Joachim Löw Rot-Weiß-Rot unterschätzen könnte, glaubt der Wiener nicht: "Sie haben auch unsere Spiele sicher analysiert."

"Guter Dinge, dass der Knoten platzen wird"
Säumel fand es "positiv, dass wir uns gegen so gute Gegner zahlreiche Chancen erarbeiten", bedauerte aber, dass "wir uns um die Früchte unserer eigenen Arbeit bringen, wenn wir sie so leichtfertig vergeben". Doch auch der 23-Jährige war optimistisch. "Ich bin guter Dinge, dass der Knoten gegen Deutschland platzen wird."

Der Steirer weist die Favoritenrolle klar der DFB-Elf zu: "Wir haben die erste Hälfte des Spiels Deutschlands gegen Kroatien gesehen, da waren die Kroaten klar besser. Aber die Deutschen haben den Vorteil, dass sie solche Bedingungen gewohnt sind. Sie waren in der letzten Zeit öfters unter Druck und haben eigentlich immer Klasse bewiesen."

Fans immens wichtig für ÖFB-Team
"In erster Linie ist es wichtig, dass wir uns gut darauf vorbereiten", meinte Kienast. "Mit dem Heimpublikum und einer Leistung wie in der ersten Hälfte gegen Polen können wir das sicher packen. Wir kennen jeden Spieler, haben ja gegen sie im Februar gespielt." Damals war der Blondschopf in der 73. Minute eingewechselt worden.

Auch Säumel sah im "zwölften Mann" einen wichtigen Faktor: "Wir haben natürlich mitbekommen, was derzeit im Land los ist. Es macht momentan Spaß, für die Nationalmannschaft zu spielen. Wir haben Selbstvertrauen getankt durch die letzten Spiele, haben in den Testspielen gegen gute Mannschaften gespielt und gesehen, dass wir da mithalten können. Konditionell sind wir in einer Topverfassung und haben genug Selbstvertrauen, um Deutschland Paroli bieten zu können." (apa/red)

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