ÖFB-Spitze fährt ohne Wunschlos zur Auslosung: "Wünsche gehen oft schief"

Bundes- und Kommunalpolitiker in Luzern mit dabei Gruppe mit den drei WM-Besten als Horrorszenario

ÖFB-Spitze fährt ohne Wunschlos zur Auslosung: "Wünsche gehen oft schief"

188 Tage vor dem Ankick der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz erfährt Österreich heute (12:00 Uhr) die Gegner für die Endrunde von 7. bis 29. Juni 2008. Auf Spekulationen oder Wunschgruppen wollte sich die ÖFB-Spitze im Vorfeld der Auslosung im Kultur- und Kongresszentrum von Luzern nicht einlassen. "Es kommt wie es kommt, Träume werden nur enttäuscht", meinte ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig.

Mit in die Schweiz reisen neben ÖFB-Vertretern auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka sowie die Landeshauptleute und Bürgermeister der vier österreichischen Austragungsstädten.

"Auslosung ein Glücksspiel"
Eine attraktive, aber sportlich wohl zu schwere Gruppe könnte etwa die drei Top-Teams der WM 2006 bringen, also Weltmeister Italien, Vize-Weltmeister Frankreich und den WM-Dritten Deutschland. Doch auch Schweden, Rumänien und Polen und damit Gegner, die an einem optimalen Tag in Reichweite sein könnten, wären möglich.

"Ich habe da keine Befindlichkeiten. Es wird aus Töpfen gezogen und das ist ein Glücksspiel. Wir schauen, was kommt, haben keine Erwartungen. Wünsche gehen oft schief", sagte ÖFB-Präsident Friedrich Stickler.

Andere emotionale Bedeutung
Wohl auch, weil Stickler hohen Respekt vor allen EM-Teilnehmern hat. "Es hat sich keiner zufällig qualifiziert, das sind alles Top-Mannschaften. Rumänien spielt einen wunderbaren Fußball, hat aber nicht so einen Namen. Von der Qualität her ist wenig Unterschied, aber von der Einstellung. Spiele gegen Deutschland oder Italien haben eine andere emotionale Bedeutung", meinte der ÖFB-Boss. Die Rumänen sind so wie die Franzosen zwei EM-Teilnehmer, auf die Österreich in der WM-Qualifikation trifft.

Ähnlich sieht es Ludwig. "Es gibt keine Wunschgruppe, aber Italien, Deutschland, Frankreich wäre nicht der Traum. Wir hoffen auf eine Gruppe, in der wir als Zweiter weiterkommen", meinte der Generalsekretär des Verbandes.

(apa/red)

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