ÖFB-Spieler sind laut Leistungstests topfit:
"Sensationelle Werte" für Franz Schiemer

Lob von Coach Hickersberger auch an Roman Kienast Angeschlagene Spieler werden im Testspiel geschont

ÖFB-Spieler sind laut Leistungstests topfit:
"Sensationelle Werte" für Franz Schiemer

Österreichs Fußball-Teamspieler haben sich im Training am Mittwochvormittag in Schruns wieder einmal den in ÖFB-Camps obligatorischen Leistungstests unterzogen. Davon befreit waren lediglich angeschlagene Spieler wie etwa Martin Hiden, der Rest stellte sich den Messungen des Betreuerstabs, der dadurch weitere Vergleichswerte und Erkenntnisse über die körperliche Entwicklung der Spieler bekam.

Über die Ergebnisse schwieg sich Teamchef Hickersberger freilich aus. "Das sind Daten, die nicht bekanntgegeben werden", erklärte der 59-Jährige, verriet aber, dass Team-Neuling Franz Schiemer "sensationelle Werte" abgeliefert hätte. Allgemeines Lob gab es auch für den zweiten potenziellen Debütanten Roman Kienast. "Er hat sich in Norwegen gut weiterentwickelt, ist beweglicher und körperlich viel präsenter. In punkto Laufarbeit kann er es mit allen anderen österreichischen Stürmern locker aufnehmen", behauptete der Coach.

Der Ham-Kam-Legionär stürmte im Testspiel gegen die U19-Auswahl der Akademie Vorarlberg an der Seite von Martin Harnik, dafür bekamen noch nicht fitte Kicker wie Hiden (Muskelfaserriss in der Wade), Jürgen Säumel, Sanel Kuljic (jeweils Achillessehnenprobleme) und Jürgen Macho (Oberschenkelblessur) eine Pause.

Auch Sebastian Prödl (Leistenschmerzen) und Yüksel Sariyar (überknöchelte im Dienstag-Training) schauten gegen die jungen Vorarlberger vorsichtshalber zu. Rene Aufhauser, der am Dienstag mit Conditioning Coach Roger Spry ein Sonderprogramm absolvierte, um seine Spritzigkeit zu verbessern, war nur eine Hälfte im Einsatz.

Verletzungen sind laut Hickersberger zu diesem Zeitpunkt der Saison nach vielen englischen Wochen normal, der Teamchef zieht daraus auch Konsequenzen. "Darauf muss man Rücksicht nehmen. Im Training kann die Belastung nicht so hoch sein, wie sie sein könnte, wenn der Terminkalender nicht so voll wäre."

Hohe Fluktuation von Vorteil?
Zwar dürften alle angeschlagenen Spieler bis zum Testspiel in Zürich fit werden, gegen die Schweiz muss Hickersberger aber aufgrund von Verletzungen auch auf Kicker wie Martin Stranzl oder Markus Katzer verzichten, die in seinen Planungen eine wichtige Rolle spielen. "Es fehlen Einige, die, wenn sie nicht verletzt wären, zum Stamm der Mannschaft zählen würden. Aber daran kann ich ohnehin nichts ändern", sagte der Niederösterreicher, der nun nach Alternativen auf den betroffenen Positionen suchen will. "Auch wenn die Alternativen nicht oft beobachtet wurden oder Neulinge sind."

Die regelmäßigen personellen Änderungen in den ÖFB-Aufgeboten der vergangenen Monate könnten laut "Hicke" auch Positives bewirken - schließlich bekommen dadurch viele Spieler die Chance, ihr Können im Team zu beweisen. "Wir haben zwar eher viel Fluktuation, vielleicht zu viel, aber ein Nachteil kann auch zum Vorteil werden."

Hiden und Säumel auf dem Weg zurück
Martin Hiden und Jürgen Säumel zählen derzeit noch zu den Sorgenkindern des österreichischen Fußball-Teamchefs Josef Hickersberger. Hiden laboriert an den Nachwirkungen seines im Anderlecht-Spiel erlittenen Muskelfaserrisses in der rechten Wade, Säumel machen Schmerzen in der Achillessehne zu schaffen. Dennoch geht das Duo davon aus, bis zum Testspiel am Samstag in Zürich gegen die Schweiz fit zu werden.

Hiden kam zwar am Sonntag in Kärnten zu einem Kurzeinsatz, absolviert aber trotzdem ein eigenes Laufprogramm und will heute wieder ins Mannschafts-Training einsteigen. "Ich rechne damit, dass ich am Samstag problemlos spielen kann", meinte der Innenverteidiger, für den das Resultat gegen die Eidgenossen nur zweitrangig ist. "Das Ergebnis ist egal, wenn die Leistung stimmt." (apa/red)