Fakten von

Probegalopp und Dopingkontrollen

So geht es dem ÖFB-Team im Camp in der Schweiz

ÖFB in der Schweiz © Bild: APA/Robert Jäger

Für die knapp 600 Einwohner von Schluein ist es das Spiel des Jahres, für das österreichische Nationalteam nur ein lockerer Probegalopp vor den abschließenden EM-Testspielen gegen Malta (Dienstag, 31. Mai in Klagenfurt) und die Niederlande (Samstag, 4. Juni in Wien). Dem ORF ist die Begegnung zwischen dem „Geheimfavoriten” der Euro 2016 in Frankreich und den blutigen Fußball-Amateuren aus dem Schweizer Kanton Graubünden jedenfalls eine Live-Übertragung wert (Donnerstag, 26. Mai, ab 17.45 Uhr in ORF eins).

Bleibt zu hoffen, dass auch das Wetter einigermaßen mitspielt. Laut Prognose wird es zwar wärmer als in den letzten Tagen, trotzdem sind einzelne Regenschauer nicht ausgeschlossen. Daran haben sich die Teamspieler aber mittlerweile gewöhnt, seit sie am vergangenen Sonntag das Camp im benachbarten Wintersportort Laax bezogen haben und von wo sie am kommenden Montag direkt zum Testspiel gegen Malta in Klagenfurt anreisen.

Der Hauptzweck des Teamcamps in der näheren Heimat von Marcel Koller (nur eineinhalb Autostunden sind es von Laax bis Zürich) scheint schon jetzt erreicht, nämlich den Kopf freizubekommen nach einer langen Saison, körperlich zu regenerieren und allmählich Spannung aufzubauen für das Abenteuer Euro 2016, das am 14. Juni mit dem ersten Gruppenspiel gegen Ungarn in Bordeaux beginnt.

Gemeinsame Wanderungen und Ausflüge standen in den letzten Tagen auf dem Programm der Teamspieler, dazu ein paar Trainingseinheiten mit dem Ball im schmucken Stadion des örtlichen Amateurklubs US Schluein Ilanz. Vor zwei Jahren hat der schweizerische Sechstligist um gut 1,3 Millionen Euro am Eingang der malerischen Rheinschlucht eine neue Sportanlage errichtet, mit einer überdachten Tribüne und einer Gesamtkapazität von bis zu 2.000 Zuschauern. Das Spiel gegen die österreichische Nationalmannschaft ist trotz Kartenpreisen von 25 Euro fast ausverkauft.

Am Mittwoch bekamen die österreichischen Teamspieler im Camp in Graubünden zum Frühstück übrigens Besuch von den Dopingkontrolloren der Uefa: Gleich zehn Spieler mussten Proben abgeben. Der guten Stimmung im Teamcamp hat das aber nicht geschadet.

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