ÖFB-Nationalteam von

Kader ohne David Alaba

Ohne Bayern-Star ins WM-Quali-Doppel gegen Kasachstan. Weimann dafür dabei.

  • ÖFB-Teamchef Marcel Koller bei einer Pressekonferenz
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    Der von Teamchef Marcel Koller nominierte Kader für das Freundschaftsspiel gegen Uruguay am 5. März in Klagenfurt.

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  • Robert Almer im Dress von Energie Cottbus
    Bild 2 von 26 © Bild: GEPA pictures/Witters/Groothuis

    Robert Almer

    Tor
    Energie Cottbus

Österreichs Fußball-Teamchef Marcel Koller vertraut in den bevorstehenden WM-Qualifikationsspielen gegen Kasachstan weitgehend jener Mannschaft, die zum Auftakt gegen Deutschland (1:2) eine starke Leistung geboten hat. Als einzige Änderung im 23-Mann-Kader, den Koller am Dienstag in Wien bekanntgegeben hat, ersetzt England-Legionär Andreas Weimann Mattersburg-Stürmer Patrick Bürger.

Auf David Alaba verzichtet Koller zumindest im Auswärtsspiel am 12. Oktober auf Kunstrasen in Astana. Der Jungstar von Bayern München ist nach einem im Juli erlittenen Mittelfußknochenbruch erst vergangene Woche ins Mannschaftstraining eingestiegen. Koller hat ihn nach Rücksprache mit Bayern-Trainer Jupp Heynckes erst ab 13. Oktober auf Abruf nominiert. "Es ist möglich, dass wir ihn nach unserer Rückkehr aus Kasachstan dazunehmen", erklärte Koller. Das Rückspiel steigt am 16. Oktober in Wien.

"Wir werden uns die Option offen lassen", sagte Koller. Ein anderer Spieler müsste nicht zwangsläufig das Teamcamp verlassen. Alaba, der schon gegen Deutschland gefehlt hatte, wird vorerst weiter in München auf sein Comeback hinarbeiten. "Ich werde ständig Kontakt mit David und mit Heynckes halten", versicherte der ÖFB-Teamchef. In der fehlenden Spielpraxis des Youngsters sieht Koller kein Problem: "Ich weiß selbst von meinen Verletzungen, dass die Motivation im ersten Spiel danach extrem hoch ist." Ein Kunstrasen sei für die Rückkehr aber nicht optimal.

Weimann-Premiere im A-Team
Seine allererste Einberufung ins A-Team erhielt Aston-Villa-Stürmer Weimann. Der 21-Jährige war schon im Frühjahr ein Thema gewesen, damals aber wegen einer Knöchelverletzung außer Gefecht. "Weimann ist ein Stürmer, der das umsetzen kann, was wir als Philosophie bei unseren Stürmern sehen wollen", begründete Koller. "Er ist einer, der weite Wege geht. Er kommt mehr aus der Tiefe und geht auch in die Tiefe."

Viermal ist Weimann in dieser Saison in der Premier League bereits zum Einsatz gekommen, davon zweimal von Beginn an. "Er spielt in einer absoluten Topliga. Da ist es auch etwas schwieriger, ins Team zu kommen, als hier in Österreich", erinnerte Koller. Das alleine habe aber nicht für Weimann und gegen Bürger gesprochen. Koller: "Es bringt vielleicht auch taktisch ein anderes Element."

Bürger stolpert über Janko
Bürger sei ein ähnlicher Stürmertyp wie Marc Janko, der gegen Deutschland vorerst auf der Bank gesessen war. Janko spielte zuletzt erstmals von Beginn an für seinen neuen Club Trabzonspor. Koller hält dem Ex-Kapitän auch nach seinem Wechsel in die Türkei die Treue. "Er ist eine wichtige Person. Gegen Deutschland hat er noch nicht die Spielpraxis gehabt", sagte der Schweizer. "Aber er hat schon bewiesen, dass er internationale Tore schießen kann." Elf sind es im Nationalteam - mehr als jeder andere Akteur im Kader.

Gefolgt wird Janko in der internen Schützenliste von Andreas Ivanschitz (10 ÖFB-Tore), der am Wochenende mit zwei Assists für Mainz überzeugt hatte. Fast alle neun Deutschland-Legionäre im Kader haben zuletzt gute Kritiken erhalten. "Sie haben auch wirklich gut gespielt", meinte Koller. "Das ist wichtig für das Selbstvertrauen und auch für den österreichischen Fußball, wenn man ihn im Ausland präsentiert." Der 19-jährige Raphael Holzhauser sei nach seinem Debüt in der Startformation von VfB Stuttgart aber noch kein Thema.

Kein Platz für Hoffer
Frankfurts Erwin Hoffer muss sich weiterhin mit einem Platz auf Abruf zufriedengeben. Am Nummer-eins-Status von Torhüter Robert Almer ändert sich auch durch dessen Reservistenrolle bei Fortuna Düsseldorf nichts. "Solange er bei uns seine Leistung zeigt, sehe ich kein Problem", betonte Koller. Ein Bundesliga-Spiel hat Almer bisher bestritten - weniger als Länderspiele.

Der ÖFB-Kader im Überblick
Tor (3): Robert Almer (Fortuna Düsseldorf/GER, 4 Länderspiele/5 Gegentore), Christian Gratzei (Sturm Graz, 10/-21), Heinz Lindner (Austria Wien, 1/-2)

Abwehr (8): Aleksandar Dragovic (FC Basel/SUI, 16 Länderspiele/0 Tore), Christian Fuchs (Schalke 04/GER, 49/1), György Garics (Bologna/ITA, 28/1), Florian Klein (Red Bull Salzburg, 11/0), Emanuel Pogatetz (VfL Wolfsburg/GER, 49/2), Sebastian Prödl (Werder Bremen/GER, 35/3), Franz Schiemer (Red Bull Salzburg, 23/4), Markus Suttner (Austria Wien, 4/0)

Mittelfeld (8): Julian Baumgartlinger (Mainz 05/GER, 23/0), Guido Burgstaller (Rapid Wien, 5/0), Andreas Ivanschitz (Mainz 05/GER, 57/10), Jakob Jantscher (Dynamo Moskau/RUS, 11/1), Zlatko Junuzovic (Werder Bremen/GER, 21/3), Veli Kavlak (Besiktas Istanbul/TUR, 19/1), Christoph Leitgeb (Red Bull Salzburg, 28/0), Yasin Pehlivan (Gaziantepspor/TUR, 17/0)

Angriff (4): Marko Arnautovic (Werder Bremen/GER, 20/7), Martin Harnik (VfB Stuttgart/GER, 32/7), Marc Janko (Trabzonspor/TUR, 28/11), Andreas Weimann (Aston Villa/ENG, 0)

Auf Abruf: Lukas Königshofer (Rapid Wien, 0) - Martin Hinteregger (Red Bull Salzburg, 0), Manuel Ortlechner (Austria Wien, 8/0), Andreas Ulmer (Red Bull Salzburg, 2/0) - Thomas Hinum (SV Ried, 0), Stefan Kulovits (Rapid Wien, 5/0) - Deni Alar (Rapid Wien 0), Patrick Bürger (SV Mattersburg, 2/0), Erwin Hoffer (Eintracht Frankfurt/GER, 28/4), Philipp Hosiner (Austria Wien, 1/0), Marcel Sabitzer (Admira Wacker, 1/0)

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