ÖFB-Länderspiel von

Mehr als nur ein Freundschaftsspiel

Gegen die Türkei bietet sich die letzte Abstimmungschance vor der WM-Quali

Stolz ja, zu viel nachdenken nein - Christian Fuchs nimmt seine neue Rolle gelassen hin. "Es ist für mich schon eine besondere Sache, aber im Großen und Ganzen wird sich nicht viel ändern", betonte der Niederösterreicher. Mit Vorgänger Marc Janko gebe es deshalb keine Probleme. "Doch ich glaube, wir verstehen uns nach wie vor gut", schmunzelte Fuchs. "Ich freue mich für Christian und ich hoffe, er gewinnt mehr Münzwürfe als ich", antwortete Janko. "Im Endeffekt geht es sowieso nur um die ganze Mannschaft. Wir müssen alle an einem Strang ziehen."

Dies bestätigte auch Fuchs, der Janko schon in der Vergangenheit als Kapitän vertreten hat. "Auf dem Platz braucht man nicht nur einen Kapitän. Jeder muss Verantwortung übernehmen", erklärte der 26-jährige Schalke-Verteidiger.

Ohne geschlossene Mannschaftsleistung wird ein erfolgreiches Abschneiden gegen die Türkei nicht möglich sein, wie schon die jüngsten beiden Duelle mit den Türken in der EM-Qualifikation (0:2/auswärts, 0:0/heim) bewiesen. "Zuletzt haben wir uns gegen die Türkei immer schwergetan", erkannte Fuchs, sprach von einem "guten Test gegen eine gute Mannschaft mit starken Einzelspielern" und bezeichnete den WM-Dritten von 2002 als bisher stärksten ÖFB-Gegner in diesem Jahr. "Da werden wir sehen, wo wir stehen."

Hoffen auf Erfolgserlebnis
Im Hinblick auf die in vier Wochen gegen Deutschland beginnende WM-Qualifikation wünscht sich der Linksverteidiger ein zufriedenstellendes Resultat. "Wir haben das große Ziel, die WM-Qualifikation positiv zu bestreiten, und da brauchen wir vor dem Beginn ein Erfolgserlebnis."

Dass Fuchs ebenso wie die meisten anderen Legionäre im Kader noch nicht im Meisterschaftsbetrieb steht, dürfe nicht als Ausrede gelten. "Das Einzige, das noch fehlt, ist die Spielpraxis unter Wettbewerbsbedingungen", erklärte der Neo-Kapitän, der mit Schalke am kommenden Samstag in der ersten DFB-Cup-Runde auswärts gegen Saarbrücken sein erstes Pflichtspiel in dieser Saison absolviert und eine Woche später in die Meisterschaft startet.

Jankos störende Verletzung
Im Gegensatz zu Fuchs wurde Janko in der Vorbereitung von einer Muskelverletzung zurückgeworfen und nahm erst kürzlich wieder das Mannschaftstraining auf. Dadurch steht der Ex-Salzburger gegen die Türkei nicht in der Anfangsformation und scheint eventuell nicht einmal im Kader auf. "Es dauert noch zwei, drei Wochen, vielleicht etwas länger, dann sollte ich wieder der Alte sein", meinte Janko.

Um seinen Stammplatz gegen Deutschland macht sich der Goalgetter offenbar keine großen Sorgen. "Im Nationalteam bin ich schon der Meinung, dass ich erste Wahl sein kann, wenn ich auf einem guten Level bin."

Komplizierter wird es da schon bei seinem Arbeitgeber FC Porto, der mit dem Kolumbianer Jackson Martinez im Sommer einen weiteren Mittelstürmer verpflichtete. "Ich habe noch Aufholbedarf, die Verletzung ist zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt gekommen. Ich bin auf einem guten Weg, aber ich brauche Geduld, bis ich wieder in die Mannschaft rutsche", erklärte Janko.

Kein verpflichtender Gesang
Österreichs Fußball-Teamchef Marcel Koller drängt seine Spieler nicht zum Mitsingen der Hymne. "Dass es nicht wichtig ist, mitzusingen, würde ich nicht sagen. Aber ich will die Spieler nicht dazu verpflichten, das ist ihre persönliche Sache", betonte der 51-Jährige.

In Deutschland kam nach der EM eine Diskussion über Spieler auf, die vor Spielbeginn nicht in die Hymne einstimmen. Auch im österreichischen Team bleiben Kicker mit Migrationshintergrund zu den Klängen von "Land der Berge" stumm. "Es ist in Deutschland, der Schweiz oder Österreich ähnlich. Du bist zwar in dem Land aufgewachsen und fühlst dich wohl, aber bei der Hymne ist das noch ein bisschen ein anderer Punkt", sagte der Schweizer Koller, der die österreichische Bundeshymne vor Spielbeginn ebenfalls nicht mitsingt.

Kommentare

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