Länderspiel von

ÖFB-Kicker von Island beeindruckt

Andreas Ivanschitz sieht idealen Test vor Quali-Duell gegen Schweden

FUSSBALL - AUT vs ISL, Testspiel, Vorberichte, PK © Bild: GEPA pictures / Andreas Pranter

"Durchaus beeindruckend." Mit u.a. diesen Worten reagierten Österreichs Teamkicker auf die erste Video-Analyse zu Testspiel-Gegner Island. "Es waren nicht viele Schwächen dabei", meinte Andreas Ivanschitz über die Qualitäten der nordischen Insel-Elf. "Sie verteidigen aggressiv, sind in der Luft sehr stark, können aber auch Fußball spielen und blitzschnell kontern", erklärte der 30-Jährige.

Außerdem verwies der Spanien-Legionär auf die teilweise spektakulären Treffer, die meist von Tottenham-Legionär Gylfi Sigurdsson erzielt wurden. "Da war der eine oder andere echte Strahl dabei, das waren richtige Martin-Hiden-Gedenkschüsse", warf Emanuel Pogatetz mit einem Schmunzeln ein und erinnerte an die Schusskraft des Ex-Teamspielers.

Guter Test für Schweden-Spiel

Nicht zuletzt aufgrund des schwedischen Teamchefs Lars Lagerbäck sollte Island ein geeigneter Testpartner für die kommenden EM-Qualifikations-Aufgaben gegen Schweden sein. "Das wird hinsichtlich Schweden ein sehr guter Test. Bei der Spielweise sind sicher Ähnlichkeiten dabei", so Ivanschitz.

Im Teamcamp in Seefeld sorgte ein Wetterschwung am Dienstag für frische Temperaturen und nasse Teamspieler. Koller ließ erstmals Elf gegen Elf über den gesamten Platz spielen, die Partie endete torlos. Der Kampf ums Leiberl ist voll entbrannt. So rittern u.a. in der Innenverteidigung mit Aleksandar Dragovic, Emanuel Pogatetz, Sebastian Prödl und Martin Hinteregger vier Mann um die zwei Plätze.

Professionelle Bankerldrücker

"In der Innenverteidigung hat der Teamchef wohl das geringste Problem, er kann sich auf jeden von uns verlassen. Im Laufe der Quali wird sicher jeder seine Einsätze bekommen", meinte Pogatetz. Aber auch andere renommierte Spieler wie Ivanschitz stellen ihre persönlichen Eitelkeiten hinten an, schließlich akzeptiert der Burgenländer ohne Murren, dass er zuletzt meist nur als Joker in die Länderspiele eingreifen durfte.

"Ich nenne das professionelles Denken", sagte Ivanschitz. "Ich werde mich nie in den Vordergrund stellen, denn wir haben alle gemeinsam ein großes Ziel, die EM 2016. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da. Und solange ich das Gefühl hab, dass ich an der Startelf dran bin, kann ich damit gut leben. Dass die meisten Positionen doppelt oder dreifach besetzt sind, sehe ich positiv und nicht negativ." Am Freitag folgt in Innsbruck die Partie gegen Island, für die bis Dienstag 10.000 Karten verkauft waren. Am 3. Juni (Dienstag) treten die Österreicher in Olmütz gegen Tschechien an.

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