ÖFB kassiert durch EM-Teilnahme 7,5 Mio.:
UEFA schüttet Geld an Teilnehmerländer aus

Prämienverhandlungen mit Spielern vor Entscheidung Thema soll bis Niederlande-Match abgehandelt sein

ÖFB kassiert durch EM-Teilnahme 7,5 Mio.:
UEFA schüttet Geld an Teilnehmerländer aus © Bild: Reuters/Raunig

Zumindest in finanzieller Hinsicht profitiert der österreichische Fußball von der Heim-Europameisterschaft 2008. Wie ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig erklärte, kassiert der Verband für die Turnier-Teilnahme von der UEFA 7,5 Millionen Euro. "Das ist um rund fünf Prozent mehr, als wir ursprünglich geglaubt haben", sagte Ludwig.

Dieser Betrag fließt aber bei weitem nicht zur Gänze in die ÖFB-Kassa. Zunächst einmal müssen damit etwa die diversen Trainings-Quartiere der Nationalmannschaft vor und während der EURO sowie das Ordnerpersonal bei den Übungseinheiten im Rahmen der EM bezahlt werden. "Und was dann am Ende übrig bleibt, wird 50:50 zwischen dem ÖFB und der Liga geteilt", betonte Ludwig. Wie die Bundesliga dann das Geld an die Vereine verteilt, bleibe den Liga-Verantwortlichen überlassen.

Da der Verband nun detailliert Bescheid weiß, was ihn bei der EURO in finanzieller Hinsicht erwartet, gehen auch die Verhandlungen mit den ÖFB-Internationalen über die EM-Prämien in die entscheidende Phase. Noch vor dem Deutschland-Match steht ein diesbezügliches Treffen zwischen Ludwig und den Spielervertretern rund um Kapitän Andreas Ivanschitz und Martin Stranzl auf dem Programm. "Wir wollen diese Sache spätestens nach dem Niederlande-Match Ende März abgeschlossen haben, denn wir möchten nicht, dass die direkte EM-Vorbereitung in irgendeiner Form beeinträchtigt wird", meinte Ludwig.

Doch nicht nur der Verband und die Spieler, auch deren Vereine profitieren von der EM. Aufgrund der Einigung zwischen der UEFA und den europäischen Clubs bezüglich Zahlungen für EM-Spieler an deren Arbeitgeber dürfen sich jene Bundesligisten, die ÖFB-EM-Teilnehmer stellen, auch noch über zusätzliche finanzielle Zuwendungen freuen.

Spekuliert wird derzeit über eine Summe von 4.000 Euro pro Kicker und Turniertag. "Diese Regelung steht im Raum, aber ein offizielles Schriftstück zu diesem Thema haben wir noch nicht", sagte der ÖFB-Generalsekretär.

Es existiert laut Ludwig allerdings ein Grundmodell, das vorsieht, dass die UEFA das Geld für einen EM-Spieler an jenen Nationalverband überweist, in dessen Liga der jeweilige Kicker engagiert ist - im Fall von Ivanschitz etwa geht die Summe direkt an den griechischen Verband, der es wiederum an die Liga weiterleitet, von wo es an Panathinaikos ausbezahlt wird. Diese Vorgehensweise wird auch bei in Österreich unter Vertrag stehenden EURO-Startern angewendet.

Die in diesem Zusammenhang von der UEFA ausgeschütteten Summen kommen allerdings nicht aus dem Budget, das für die EM-Teams vorgesehen ist - die 7,5 Mio. Euro brutto für den ÖFB bleiben also unangetastet.

(apa/red)

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